21. Januar 2021, 21:19 Uhr

Hotspots für DGH und Feuerwehr

21. Januar 2021, 21:19 Uhr
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Von Dieter Graulich
Karl Weisensee, Edwin Schneider und Holger Becker schalten die digitale Dorflinde frei. FOTO: AU

Ulrichstein-Ober-Seibertenrod (au). Das Programm »Digitale Dorflinde - WLAN-Förderung für hessische Kommunen« unterstützt Städte und Gemeinden im ländlichen Raum bei der Einrichtung kommunaler Hotspots. Seit September 2018 wurden bereits knapp 1500 Hotspots bewilligt. Künftig gibt es auch zwölf Hotspots in Ulrichstein. Digitalstaatssekretär Patrick Burghardt überreichte dazu bereits im Oktober des Vorjahres einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 12 000 Euro an Bürgermeister Edwin Schneider und an den Stadtverordnetenvorsteher Karl Weisensee.

Inzwischen ist die Hardware eingetroffen und bereits im Dorfgemeinschaftshaus Ober-Seibertenrod installiert. Dieser Tage wurde die Anlage offiziell von Bürgermeister Edwin Schneider, Stadtverordnetenvorsteher Karl Weisensee und Ortsvorsteher Holger Becker freigeschaltet.

Ulrichstein hatte bereits das Glück, einen Gutschein der EU über 15 000 Euro im Programm »WiFi4EU« erhalten zu haben«, berichtete Schneider. Damit seien öffentliche WLANs am Rathaus und Innovationszentrum, Museum im Vorwerk, Wohnmobilstellplatz und Badebiotop (alle in der Kernstadt) sowie in den Dorfgemeinschaftshäusern Helpershain und Rebgeshain aufgebaut worden.

Mit der Digitalen Dorflinde kann jetzt auch in Ober-Seibertenrod, Unter-Seibertenrod, Bobenhausen II, Wohnfeld, Kölzenhain und Feldkrücken ein öffentliches WLAN geschaffen werden. »Unsere Dorfgemeinschaftshäuser erhalten dadurch eine deutliche Aufwertung«, äußert sich der Bürgermeister sehr zufrieden. Die monatlichen Gebühren für die Internetanschlüsse werden von der Stadt getragen.

Bereits seit September 2019 sind pro Kommune 20 Hotspots förderfähig mit einem Förderhöchstbetrag von 20 000 Euro. Das Geld kommt aus der Landesinitiative »Land hat Zukunft - Heimat Hessen«, die den ländlichen Raum stärken soll. Um den Kommunen bestmögliche Konditionen zu sichern, hat das Land über den kommunalen IT-Dienstleister ekom21 einen Rahmenvertrag mit dem Unternehmen IT-Innerebner GmbH abgeschlossen, das die Hotspots aufbaut und betreibt.

Voraussetzung für den Anschluss ist eine Leistung von mindestens 30 Mbits/s. Das war in Ober-Seibertenrod mit 100 Mbits/s sogar noch deutlich übertroffen. Dies war »grünes Licht« für Holger und Julian Becker, Karl und Simon Weisensee, die in rund 20 Stunden ehrenamtlicher Arbeit die Anlage aufbauten.

Sie versetzten zunächst den Router von der Theke des Saales in einen Nebenraum. Vom neuen Standort aus wurden die Leitungen zu den zwei Antennen verlegt. Die beiden Sender versorgen dann den Innenraum und den Parkplatz des Dorfgemeinschaftshauses sowie das gegenüberliegende Feuerwehrgerätehaus und dessen Vorplatz mit WLAN.

Bürgermeister Schneider dankte den Helfern für die Arbeit und betonte: »Ein öffentlicher Zugang zum Internet ist heutzutage schon vielfach Standard, aber bei weitem noch nicht überall. Gerade im ländlichen Raum ist ein WLAN-Hotspot wünschenswert, da es die öffentliche Infrastruktur, wie hier im Dorfgemeinschaftshaus und nebenan für die Feuerwehr, attraktiver macht«.



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