07. Oktober 2021, 21:57 Uhr

Indien zum Anfassen

07. Oktober 2021, 21:57 Uhr
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Aus der Redaktion
Anitha Seelbach (m.) und zwei Gäste mit Sari. FOTO: PM

Mit dem neuen Motto »#offen geht« der inter kulturellen Woche lassen sich viele Assoziationen verbinden. Offen sein für Begegnungen, im Herzen und im Geist, für neue Erfahrungen, neue Perspektiven, neue Freundinnen und Freunde. In Homberg wurde das Motto nun durch ein Frauenfrühstuck umgesetzt, bei welchem Anitha Seelbach 20 Frauen an ihrem Leben teilhaben ließ. Sie schilderte ihr Leben in Indien und wie sie die kulturellen Gegensätze erlebt.

Aus Indien zum Dekanat Alsfeld

Seelbach kam einst über die Organisation »Weltwärts« aus Indien zum Dekanat Alsfeld und berichtete damals bereits bei einer Informationsveranstaltung im Familienzentrum der Stadt Homberg über ihr Heimatland. Kurz danach war ihr Aufenthalt zwar beendet und sie reiste ab, der Liebe wegen zog es sie jedoch wieder nach Deutschland.

Mittlerweile lebt sie mit Kind und Ehemann in der Nähe von Alsfeld. »Ich kam im Winter mit Sandalen an und musste mir erst mal geschlossene Schuhe kaufen. Allerdings wusste ich nicht, dass ich auch Socken brauche«, beschreibt Seelbach ihr Ankommen in Deutschland. Aber nicht nur das sei neu gewesen, auch mit Messer und Gabel essen, Jeans tragen und das erste Glas Alkohol. Viele Eindrücke stürmten seinerzeit auf sie ein und sie war beeindruckt von den Freiheiten, die Frauen in Deutschland genießen.

Wie Seelbach erzählte, liebt sie das Leben in Deutschland, vermisst allerdings die bunten Farben, die schönen Feste und vor allem die Freunde aus ihrer Heimat.

Mitgebracht hat sie zum Anschauen, Anfassen und auch Anziehen, die wohl traditionellste Tracht aus Indien, den Sari. Anitha Seelbach verstand es, die Gäste in ihren Bann zu ziehen, Fotos und kleine Videosequenzen ließen die geschilderten Worte noch lebendiger werden und Indien war auf einmal ganz nah.

Die Interkulturellen Wochen im Vogelsbergkreis sind Teil der bundesweit jährlich stattfindenden Interkulturellen Woche, einer Initiative der Deutschen Bischofskonferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. In rund 500 Städten und Gemeinden gibt es tausende Veranstaltungen.



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