27. August 2021, 21:48 Uhr

Kunst, Komödie und Harfenklänge

27. August 2021, 21:48 Uhr
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Aus der Redaktion
Konzertabend im Schlossgarten mit keltischen Erzählungen von Peter Wucherpfennig. FOTO: PM

Homberg (pm). »Nachdem in 2020 coronabedingt lediglich das Open-Air-Kino stattfinden konnte, habe ich mich sehr gefreut, dass in in diesem Jahr immerhin wieder vier Veranstaltungen und eine Ausstellung im Rahmen der Homberger Kulturwochen möglich waren«, erklärt Bürgermeisterin Claudia Blum im Nachgang der erfolgreichen Abwicklung der Kulturtermine unter dem Stichwort »Ohm sweet Ohm«. »Dem kleinen Team der Organisatorinnen mit Beate Goßfelder-Michel, Anne Weißhuhn, Sylke Boesking-Rieß und Zahra Famarini danke ich herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz, den es Jahr für Jahr für die Kulturfreunde in und um Homberg leistet«, betonte die Bürgermeisterin

»Die Homberger Kulturwochen waren rundum gelungen«, bilanzierte die Bürgermeisterin. »Willi, der Dommelsegler am Schnattersee« begeisterte am Samstag auf der sonnenbeschienenen Wiese des Homberger Schlosses eine große Zahl von Kinderherzen, die mit dem kleinen gehandicapten Vogel mitfieberten und sich in den Bann ziehen ließen.

Vogel zieht Kinder in seinen Bann

Die Figuren-Spielerin und Musikerin Kerstin Röhn vom Figuren-Theater Laku-Paka konnte die Kleinen wie auch die Eltern und Großeltern mit ihrer schönen Stimme und der Querflöte immer wieder zu kleinen Gesang- und Bewegungseinlagen animieren, so dass eine verschworene Zuhörerschaft den kleinen »Dommelsegler« bis zu seinem erfolgreich gewonnenen Kampf am Ende des Stücks begleiteten und das Lied auf den Lippen auf dem Heimweg noch begeistert in den Nachmittag hinaustrugen.

Dieses Figurentheater bildete den Abschluss des fünfteiligen Programms der diesjährigen Kulturwochen, die mit der Vernissage der Kunstausstellung »Chimären und andere Wesen« begannen, zwei Open-Air-Kino-Veranstaltungen am 7. und 8. August am Rathaus folgen ließen und als besonderen Höhepunkt »Helden, Hexen und Feenzauber« - ein Erzählkonzert mit Harfe am 14. August im Schlossgarten ermöglicht haben.

Der Wettergott war leider den Darbietungen des Sommer-Wander-Kinos nicht gewogen, sodass heftige Regenschauer und herbstlich absinkende Temperaturen die Männer-Romantik-Komödie »Master Cheng in Pohjankjoki« nur mit Decken und Schirmen gewappnet aushalten ließen. Das führte dazu, dass einen Tag später bei Temperaturen um 13 Grad sich nur wenige Gäste trauten, für den sehr sehenswerten Dokumentarfilm »Vogelfrei - ein Leben als fliegende Nomaden« zum Rathaus zu kommen.

Eine Woche später konnte das immer emsig und aktive »Ohm sweet Ohm«-Team aufatmen: Der Wetterbericht hatte freundliches Sommerwetter vorhergesagt, sodass der Konzertabend im Schlossgarten ein breites Publikum fand und die keltischen Erzählungen von Peter Wucherpfennig in der wärmenden Abendsonne unter der großen raunenden Linde wie gemalt erschienen.

Mit seinen zwei Harfen, von denen die kleinere noch original irischen Ursprungs war, umfasste er seine mythischen Sagen mit verzaubernden Klängen und nicht zuletzt die bei Anbruch der Dunkelheit wunderschön farbig angestrahlte Linde versetzte die sehr angerührten Zuhörer in eine traumverlorene Welt, in Reiche jenseits von Raum und Zeit.

So kann zum Abschluss der Kulturwochen das Organisationsteam von Ohm Sweet Ohm sich darüber freuen, dass der Versuch, trotz Corona und mit etwas abgespecktem Programm, die diesjährigen Veranstaltungen wieder sehr guten Anklang fanden.

Angefangen mit der großartigen Ausstellung von Marina Sinjeokov (ein letztes Mal am 29. August zu besuchen), die in den Galerie-Räumen des Schlosses mit großformatigen Arbeiten in weißen Tempera und Blattgold die Welt der Insekten in ihren Entwicklungsstadien und Verpuppungen mit den Menschen zu geheimnisvollen Mischwesen verschmelzen ließ, bis zur anrührenden Geschichte des kleinen »Dommelseglers« Willi, fanden die Veranstaltungen einen runden Abschluss.



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