01. August 2021, 18:06 Uhr

Landkreis setzt auf Hybrid-Fahrzeuge

01. August 2021, 18:06 Uhr
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Von Joachim Legatis

Sie gelten als eine Art Wundermittel für den klimafreundlichen Straßenverkehr - Autos mit Elektroantrieb sind stark im Kommen. Das gilt auch für die Landkreisverwaltung, wie eine aktuelle Auflistung des Kreisausschusses zeigt.

Auf eine AfD-Anfrage hin legte Landrat Manfred Görig dieser Tage im Kreistag dar, dass der Fuhrpark der Kreisverwaltung 44 Fahrzeuge umfasst, davon sind vier mit einer Lkw-Zulassung unterwegs. Neben 31 Dieselwagen und acht Benzinern sind fünf mit Hybridantrieb im Fuhrpark des Vogelsbergkreises. Übrigens gehören 41 dem Landkreis, drei sind geleast. Im Durchschnitt sind die Wagen jährlich rund 16 100 Kilometer unterwegs.

Viele Modelle nicht als E-Auto verfügbar

Wenig überraschend sind Unterschiede zwischen den Antriebsarten. So schränkt Landrat Görig ein, dass nach aktueller Marktlage nur 31 der 44 Fahrzeuge mit einem E-Antrieb verfügbar sind. Davon hat der Landkreis bereits fünf Fahrzeuge mit Hybridantrieb angeschafft.

Für Langstreckenfahrten kann ein E-Fahrzeug nicht unbedingt genutzt werden. Die Umstellung ist auch deshalb notwendig, weil sich der Landkreis eine Selbstverpflichtung auferlegt hat, ab 2020 nur noch Hybrid- und Elektrofahrzeuge anzuschaffen.

Das bedeutet auch Mehrkosten, wie Landrat Görig auflistet. Er rechnet mit 55 500 Euro zusätzlich pro Jahr, was knapp 1800 Euro pro Fahrzeug entspricht. Dabei sind allerdings die Instandhaltungskosten nicht berücksichtigt.

Ladeinfrastruktur kostet 208 000 Euro

Um die Fahrzeuge dann auch aufladen zu können, müssen rund 208 000 Euro in eine entsprechende Infrastruktur investiert werden. Dafür werden Wallboxen als Ladestationen für die Fahrzeuge an den Kreisgebäuden montiert. Zusätzliche Kosten entstehen für ein Energiemanagementsystem, um mehrere Fahrzeuge zu versorgen, sowie für den Bau und die Objektüberwachung. Unklar ist, ob die Hausanschlüsse der betreffenden Gebäude leistungsfä hig genug sind. Dennoch: »Die Umstellung des Fuhrparks auf die Antriebsformen Hybrid und Elektro ist ein Baustein, um den Zielen des Klima- und Umweltschutzes im Straßenverkehr gerecht zu werden«, sagt Görig. Deshalb gehe der Umstellungsprozess weiter.



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