09. Dezember 2016, 16:53 Uhr

Beim DRK als Freiwilliger für Einsätze vormerken lassen

Mücke (sf). Wenn es darauf ankommt Menschen in Not zu helfen, denken viele an das Deutsche Rote Kreuz. Auch bei Ereignissen wie Hochwasser, das über mehrere Tage gehen kann, sind Helfer des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz.
09. Dezember 2016, 16:53 Uhr
Mitmachen im »Team Hessen«: Das DRK sucht Helfer, die sich nicht so lange zeitlich binden, aber bei einzelnen Einsätzen – auch mit nicht DRK-spezifischen Kenntnissen – mitmachen wollen. (Foto: sf)

Man kann noch viele weitere Tätigkeitsfelder nennen, etwa Blutspendetermine und Seniorenbetreuung. Im Einsatz waren die Helfer auch im vergangenen Jahr, als eine große Zahl von Menschen in Deutschland Schutz vor dem Krieg suchte. »Immer wieder erleben wir es, dass wie beispielsweise bei der Flüchtlingsbetreuung, aber auch bei Hochwasserlagen, Menschen spontan kommen und mithelfen wollen,« berichtet Kreisbereitschaftsleiter Ulf Immo Bovensmann. Für diese Fälle hat das Rote Kreuz in der Vergangenheit einfache Listen geführt und dann versucht, die Menschen einzubinden.

Um künftig die freiwilligen Helfer noch besser in die Arbeit des DRK einzubinden, hat sich der DRK-Kreisverband Alsfeld an der Auktion »Team Hessen« beteiligt. Hintergrund: Der Landesverband will die Personen schon vor möglichen Einsätzen finden, um im Ernstfall noch schneller und effektiver helfen zu können.

Im DRK-Kreisverband Alsfeld traf sich dieser Tage eine Arbeitsgruppe, um die Möglichkeiten auszuloten, wo geholfen werden kann. Andreas Fischer (Homberg), stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter und Ausbildungsbeauftragter, stellte klar: Man kann in der ersten Reihe keine ungeschulten Helfer einsetzen. Aber wenn sich zum Beispiel Dolmetscher finden, so können diese sehr gute Unterstützung leisten. Und genau das ist der Ansatzpunkt der Aktion »Team Hessen«, man will möglichst viele Personen mit ihren Kenntnissen je nach Einsatzlage einbinden. Frank Schäffer, der bei den Flüchtlingseinsätzen in der Leitungsgruppe des DRK für den Bereich Versorgung tätig war, unterstrich beim Treffen die Bedeutung dieser Personen. So kann eine Mithilfe in der Kleiderkammer oder bei anderen Aufgaben erfolgen, denn wenn die Einsätze über mehrere Wochen gehen, reicht das Stammpersonal nicht aus.

Nun hofft der DRK-Kreisverband, dass sich auch in der Region Vogelsberg Menschen bereiterklären, bei der Aktion mitzuarbeiten. Bovensmann stellt klar: »Die Menschen, die sich bei uns melden, gehen keine Verpflichtung ein. Sie werden im Einsatzfall angefragt und können dann entscheiden, ob sie Zeit haben und mitmachen wollen.«

Bei der Flüchtlingshilfen wurden im vergangenen und in diesem Jahr schon viele Helfer begrüßt, und man hofft, dass es künftig noch mehr werden.

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