12. September 2022, 21:33 Uhr

Rüstwagen in Dienst gestellt

12. September 2022, 21:33 Uhr
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Von Dieter Graulich
Schlüsselübergabe für den Rüstwagen 152 von Landrat Manfred Görig an Stadtbrandinspektor Andreas Hädicke (2. und 3. v. l.). Mit dabei Kreisbrandmeister Tony Michelis, Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland und Erster Stadtrat Joachim Erbes (v. l.). FOTO: AU

Die Freiwillige Feuerwehr Ulrichstein ist seit Samstagnachmittag offiziell für den vom Vogelsbergkreis angeschafften Rüstwagen RW 152 verantwortlich. Landrat Manfred Görig und Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland hoben bei ihren Ansprachen die hohe Bedeutung dieses bereits im November 2020 beantragten Fahrzeuges hervor. So werde der Rüstwagen bei der technischen Hilfeleistung bei Verkehrs- oder Bauunfällen eingesetzt und verfüge über eine entsprechend umfangreiche Ausstattung an Gerätschaften wie hydraulisches Rettungsgerät, Plasmaschneider und zahlreiche andere Werkzeuge.

Das Einsatzgebiet umfasse den ganzen Landkreis, könne aber auch im Rahmen der nachbarschaftlichen Hilfe oder im Katastrophenfall außerhalb des Kreises zum Einsatz kommen.

Gesamtkosten bei 223 000 Euro

Landrat Görig wies darauf hin, dass insbesondere Katastrophenschutzeinsätze in den kommenden Jahren durch den Klimawandel und die damit zusammenhängenden Trockenperioden und Starkregenereignisse zunehmen werden. So seien Mitte August dieses Jahres bereits Einheiten aus dem Vogelsbergkreis beim Waldbrand in Dillenburg und Haiger im Einsatz gewesen. Die Löscharbeiten hätten einiges an Kräften abverlangt, da unter anderem Glutnester in sehr unwegsamen Gelände aufgespürt und abgelöscht werden mussten, um eine neue Brandentstehung auszuschließen. Görig sprach den Einsatzkräften dafür Lob und Anerkennung aus.

Zu dem Rüstwagen führte er aus, dass dieser für einen Betrag von 146 000 Euro von der Hessischen Landesfeuerwehrschule erworben wurde. Durch Umbaumaßnahmen und Beschaffung von Ausstattung sei der RW 152 auf den aktuellen Stand der Technik gebracht, Verschleißteile ausgetauscht und aufbereitet worden. Die Gesamtkosten für das Fahrzeug bezifferte der Landrat mit 223 000 Euro. Auf diese Art und Weise sei ein günstiger und zweckmäßiger Weg gefunden worden, der zudem schneller zum Ziel führte, als wenn das Fahrzeug komplett neu beschafft worden wäre. Die Lieferzeiten hätten bereits zum damaligen Zeitpunkt rund 24 Monate und die Kosten über 500 000 Euro betragen.

Bei Vorgesprächen zur Standortwahl wurde Ulrichstein aufgrund der relativ zentralen Lage als sinnvoll erachtet, um eine möglichst große Fläche des Kreises abdecken zu können.

Ein besonderer Dank ging an die Projektgruppe zur Beschaffung des Fahrzeuges, bestehend aus der Leitung der Feuerwehr Ulrichstein mit Andreas Hädicke, Joachim Erbes und Jens Patrick Schmitz sowie Kreisbrandmeister Tony Michelis.

Das MAN Fahrzeug mit einem Magirus-Aufbau erbringt mit einem Automatik-Getriebe und dem Vierradantrieb 184kW bzw. 248 PS und wurde von Hädicke näher vorgestellt.

Nach dem offiziellen Teil hatten die zahlreich anwesenden Feuerwehrangehörigen aus Ulrichstein und vielen Teilen des Kreisgebietes Gelegenheit zur näheren Betrachtung.



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