26. August 2021, 21:51 Uhr

Samstag Aktionstag im »Danni«

26. August 2021, 21:51 Uhr
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Aus der Redaktion
Eine Gruppe Radler ist bereits am Mittwoch auf dem Weg in den »Danni«, hier bei einer letzten Rast in Bernsfeld. FOTO: KS

Homberg (pm). Unter dem Motto »Wir sind Danni« setzt das Netzwerk »Danni lebt« am Samstag, dem 28. August, ab 14 Uhr im Stadtteil Dannenrod am ehemaligen Sportplatz ein bundesweites Stopp-Zeichen »gegen die fortschreitende Umweltzerstörung auf Kosten zukünftiger Generationen« im Zuge des Weiterbaus der A 49.

Der Dannenröder Wald, liebevoll »Danni« genannt, steht aus Sicht der Protestbewegung einerseits für vormals intakte Natur, die bei der »brachialen Durchsetzung der Rodung« für eine Autobahn zerstört wurde. Andererseits stehe der Danni für Menschen aus allen Bevölkerungsschichten, die sich der »unzeitgemäßen Ausbeutung ihrer Region entgegenstellen und für einen Erhalt unserer Lebensgrundlagen, unversiegelter Naturflächen, Artenvielfalt, Boden- und Grundwasserschutz sowie für eine lebendige Demokratie einsetzen«.

Christa Seim liest

Dringendes Umdenken und Handeln sind nach Einschätzung der Protestler erforderlich. Das bestätige das richtungsweisende Urteil des Bundesverfassungsgerichts Ende April dieses Jahres zur Verbindlichkeit der 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klimaschutz-Abkommens. Deutlich werde das auch in der Häufung von Wetterextremen wie kürzlich die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands mit Folgekosten von mehreren Milliarden Euro, die einem klimagerechten Umbau nun hinzugefügt werden müssten.

Morgen werden im »Danni« deutliche Zeichen gesetzt: es gibt eine Fahrradsternfahrt für umweltverträgliche Mobilität aus den Orten Alsfeld, Stadtallendorf sowie Burg- und Nieder-Gemünden in den Danni, eine Auftaktrede von Barbara Schlemmer vom Aktionsbündnis »Keine A49«, eine bundesweite Soli-Aktion in roter und weißer Kleidung für den Baustopp der A49 und aller weiteren »rückwärtsgewandten Autobahnbauvorhaben«, eine Theateraufführung für Klimagerechtigkeit am Beispiel der »drakonisch« verurteilten Umweltschützerin »Ella«, ein Impulsvortrag zur solidarischen Mobilität von der Verkehrsexpertin Sabine Leidig sowie ein Ausklang mit Musik und Lesung von Christa Seim aus ihrem Buch »Der Geist des Widerstandes gegen die A 49 im Danni, Herri und Mauli lebt weiter«.

Viele Menschen sehen nach Einschätzung der Organisatoren die Notwendigkeit zum Umsteuern und fordern daher im Bundestagswahlkampf eine mutige Politik zur raschen Umsetzung. Das Netzwerk Danni lebt lädt zur Teilnahme am Samstag, dem 28. August, ein, besonders auch Politiker aller Parteien! Schließlich liege es in ihrer Hand, mit einem Baustopp weiteren Schaden an der Natur und dem Klima abzuwenden.



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