09. September 2022, 21:51 Uhr

Spannung vor dem Sendestart

09. September 2022, 21:51 Uhr
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Aus der Redaktion

Noch wenige Wochen. Dann tummeln sich die Akteure im »ZDF-Herzkino« am Sonntagabend nicht an der Küste von Cornwall oder in der Provence, sondern im Vogelsberg! Homberger Schloss, Ober-Ofleiden, Stumpertenrod - das sind einige Schauplätze der Mini-Reihe »Unterm Apfelbaum«. Autorin Astrid Ruppert, die schon lange in Ober-Ofleiden ihre Wahlheimat gefunden hat, ist es zu verdanken, dass der Vulkan im Zentrum der Fernsehaufmerksamkeit steht. Jetzt steht auch der Start fest, die erste Folge kommt am Sonntag, 30. Oktober, 20.15 Uhr, weiter geht es am 6. November. Derzeit werden öffentliche Vorführungen (Public Viewings) vorbereitet. »Alle sind ganz aufgeregt«, sagt Astrid Ruppert.

Zum baldigen Filmstart kommentiert ZDF-Redakteurin Beate Bramstedt: »Astrid Ruppert hat ihre drei Figuren sehr genau beobachtet. Sind füreinander da. Heckemellersch ist der Ort, wo man sein darf, wie man ist. Ein Sehnsuchtsort.« »Heckemellersch« ist der Hof, wo sich die WG der drei Frauen zusammenfindet, gedreht wurde in Stumpertenrod.

Produzentin Nina Tanneberger und Produzent Lasse Scharpfen leben die Zusammenarbeit für die neue Heimatreihe: »Astrid ist Spezialistin dafür, in unterhaltsamen und komödiantischen Tönen von den ernsten und zerbrechlichen Momenten des Lebens zu erzählen.« Und schon lange vor der Pandemie, in der wir alle die Idylle von nebenan zu schätzen gelernt hätten, »haben wir das Land der Gebrüder Grimm für uns entdeckt«. Auch Schauspielerin Therese Hämer hat die Dreharbeiten genossen. Für sie war es die Wiederentdeckung einer Landschaft, die väterlicherseits ihre Familiengeschichte berührt. »Ich bin gebürtige Hessin mit Frankfurter Pubertät. Aber den Vogelsberg kannte ich nicht und finde ihn wunderbar. Es war ein Geschenk, dort arbeiten zu können und meine hessische Familiengeschichte wiederzubeleben.«

Astrid Ruppert, Buchautorin und Creative Producer, über ihre Beweggründe: »In meiner Reihe begegnen sich drei Frauen, die das, was sie einmal Heimat nannten, verloren haben. Sie suchen einen Ort, an dem sie so sein können, wie sie sind.«

Inspiriert wurde Ruppert von ihrer Umgebung: »Mein Dorf ist umgeben von Streuobstwiesen mit alten Apfelsorten, deren klangvolle Namen ein Autorinnenherz höherschlagen lassen: Champagnerrenetten! Goldparmänen! Hier plätschert noch die Mühle am rauschenden Bach.« Doch bei aller Gemächlichkeit sei es ein »quietschlebendiger Ort, in dem mit gleichem Eifer über die Verlegung von Glasfaserkabeln und das Einheizen des Backhauses diskutiert wird, um Brot zu backen wie früher. Wenn ich aus dem Küchenfenster schaue, sehe ich die Alten und die Jungen unter der Dorflinde sitzen und Apfelwein trinken. Mondscheinbauern und Pendler, Alteingesessene und Zugezogene leben, feiern und halten erstaunlich gut zusammen. Reibung gibt es immer wieder, aber Reibung erzeugt Wärme. Wärme, die eine Gesellschaft braucht«. Zum Inhalt des Zweiteilers; Seit dem Tod ihres Mannes lebt die Mittfünfzigerin Frieda (Therese Hämer) allein im beschaulichen Dorf Krachgarten auf dem großen Erbhof Heckemellersch, der schon bessere Tage gesehen hat. Doch trotz kostspieliger Renovierungsarbeiten möchte sie ihn nicht verkaufen und zu Tochter Elli (Frida-Lovisa Hamann) nach Stuttgart ziehen...

Trio auf dem Hof »Heckemellersch«

Die treten jedoch trotzdem in ihr Leben. Die burschikose Zimmerin Tinka (Lotte Becker), die Frieda für die Renovierung des Hofes engagiert, sucht nach ihrer geplatzten Hochzeit Zuflucht bei ihr.

Und dann strandet noch die neue Leiterin des Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Dr. Jasmin Farhadi (Saman Giraud), auf ihrem Hof. Sie leitet sogar ein Verfahren gegen Frieda ein, weil die sich weigert, Heckemellersch nach Denkmalschutzrichtlinien zu sanieren.

Kein Wunder, dass sich die Fronten verhärten. Doch dann hat Tinka eine Idee: Was wäre, wenn alle drei eine WG gründen und Frieda bei der Renovierung unterstützen?

Durch den Einzug von Tinka und Jasmin kommt neuer Schwung in Friedas Leben. Jasmin und Tinka kämpfen dagegen mit Herzschmerz. Fabian, der sympathische Schlossgärtner, den Jasmin bei den Renovierungsarbeiten am Ohmburger Schloss kennenlernt, hat ein Auge auf sie geworfen. Tinka versucht indessen, mit ihrem Ex-Verlobten Hendrik ins Reine zu kommen...



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