06. Dezember 2016, 18:03 Uhr

Wenn Verletzte kopfüber hängen

Ulrichstein (au). Sieben Stunden Seminar mit dem Lernziel »Patientengerechte Unfallrettung aus einem Pkw« standen am Wochenende auf dem Ausbildungsplan der Freiwilligen Feuerwehren.
06. Dezember 2016, 18:03 Uhr
Die Einsatzkräfte mit Stadtbrandinspektor Andreas Hädicke (l.) in der Fahrzeughalle bei praktischen Übungen. (Foto: au)

Unter Leitung von Stadtbrandinspektor Andreas Hädicke und drei Ausbildern der Firma Weber Hydraulik aus Güglingen/Heilbronn absolvierten über 30 Einsatzkräfte zunächst drei Stunden Theorie im Schulungsraum im Feuerwehrstützpunkt. Nach dem Mittagessen ging es dann in der großen Fahrzeughalle so richtig zur Sache. Die Ausbilder hatten Unfallsituationen an drei Pkw dargestellt, wie sie oftmals von den Einsatzkräften vorgefunden werden. So lag ein Auto auf der Seite, das andere hatte sich überschlagen und lag auf dem Dach, lediglich das dritte Fahrzeug stand auf seinen vier Rädern.

Hauptbatterie abklemmen

Nach der Standard-Einsatzregel Sicherung, Lageerkundung, Erstöffnung, Versorgungs-/Befreiungsöffnung und Folgearbeiten wurde dann in den drei Gruppen vorgegangen. So galt es zunächst die Unfallstelle abzusichern und dann Kontakt mit dem Verunfallten aufzunehmen. Es folgten die Erkundung der Zugänge ins Fahrzeuginnere, die Erstöffnung und dann als ein sehr wichtiges Glied in der gesamten Rettungskette die Betreuung und Versorgung des Verletzten. Bei der Versorgungs- und Befreiungsöffnung wurde die neue Fahrzeugtechnologie angesprochen und dabei auf Bauteile hingewiesen, die man nicht beschädigen beziehungsweise umgehen sollte. Ein wichtiger Grundsatz sei außerdem, dass ein sicheres Arbeiten an einem Fahrzeug die möglichst vollständige Deaktivierung, wie Motor und Zündung ausschalten sowie die Hauptbatterie abklemmen, voraussetze.

Zu den Rettungsmitteln war zu hören, dass die Kraft der Geräte an das Material gebracht werden müsse und dabei darauf geachtet werden soll, Problemstellen zu vermeiden. Wichtig ist auch eine Einsatznachbesprechung und eventuell auch der Einsatz eines Notfallseelsorgers.

Stadtbrandinspektor Hädicke dankte am späten Nachmittag den drei Ausbildern, die alle als ehren- und hauptamtliche Einsatzkräfte bei der Feuerwehr tätig sind, für das umfangreiche und sehr interessante Seminar und überreichte ihnen ein Präsent.

Abschließend teilte er mit, dass am Samstag, dem 14. Januar, um 18 Uhr die offizielle Übergabe des neuen Einsatzleitwagens und des neuen hydraulischen Rettungsgerätes am Feuerwehrstützpunkt sei. Im Anschluss sei dann die Jahreshauptversammlung der Wehr Ulrichstein im Innovationszentrum.

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