25. September 2022, 19:33 Uhr

Vielseitigkeit unter Beweis gestellt

25. September 2022, 19:33 Uhr
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Von Herbert Schott
Mit dem Schlauchboot musste der Badeteich in der Trockenau überquert werden. FOTO: HSO

Die Mannschaft der Reservistenkameradschaft (RK) Feldatal hat beim »Militärischen Vielseitigkeitswettkampf Wachsamer Keiler« ihren Sieg vom letzten Jahr erfolgreich verteidigt. Mit 671 Punkte lagen der Obergefreite (OG) der Reserve Kai Michael Horst, Stabsunteroffizier der Reserve Nico Bonn, Gefreiter der Reserve Kevin Debatin und Jäger der Reserve Dennis Knapp vor der RK Lautertal mit 562 Punkten und der RK Fernwald mit 525 Punkten. Auf den Plätzen folgten die RK Wulf, die RK Lich und die RK Mittelhessen.

Die Veranstaltung fand erneut im Feldatal statt. Veranstalter sind das Landeskommando Hessen, die Kreisgruppe Osthessen im Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr und die ausrichtende RK Feldatal. Gesamtleitung dieses Wettkampfes hatte Oberfeldwebel der Reserve und Vorsitzender der Kreisgruppe Osthessen Hilmar Wolf, der von vielen Helfern anderer Kameradschaften unterstützt wurde. Insgesamt nahmen sechs Gruppen à vier Personen an dem Wettkampf teil. Außerdem noch etliche »Funktioner«, die an den sieben Stationen zur Marschüberwachung, Auswertung und zu anderen Tätigkeiten an diesem Wochenende eingesetzt waren. Unterstützt wurde die Übung auch durch DRK-Bereitschaft Homberg/Ohm und die DLRG- Ortsgruppe Alsfeld.

So mancher Bürger rieb sich am vergangenen Wochenende verwundert im Feldatal die Augen. Den ganzen Samstag über sah man kleine Gruppen von Soldaten in Uniform und Gewehren, marschmäßig ausgerüstet, durch Groß-Felda, Stumpertenrod und die umliegende Gemarkung laufen. Wie beim Militär üblich, lief dabei alles nach einem strengen Zeitplan ab. Es begann bereits am Freitag mit dem Stationsaufbau und er Errichtung der kleinen Zeltstadt. Nach dem Frühstück am Samstagmorgen hieß es dann »Antreten«. Der Gesamtleitende, Oberfeldwebel d.R. Hilmar Wolf, begrüßte die Teilnehmer.

Sieben Stationen auf 13 Kilometern

Die jeweiligen Mannschaftsführer erhielten danach eine »Lageeinweisung« und für die Teams war danach Waffen- und Materialempfang (beispielsweise Kartenmaterial). Jeder hatte hier auch die Möglichkeit, sich seine Marschverpflegung zusammenzustellen. Nach einer kurzen Einweisung der Teams ging es mit dem Wettkampf los. In einem Abstand von 25 Minuten machten sich die Gruppen auf den Weg.

Auf der rund 13 Kilometer langen Marschstrecke waren sieben Stationen verteilt, an denen die unterschiedlichsten Fähigkeiten gefragt waren. So war unter anderem eine Verletztenbergung aus einem angesprengtem KFZ erforderlich, weiter mussten sie sich einem Feuerüberfall durch feindliche Aufklärungskräfte erwehren. Im Schützenhaus Stumpertenrod galt es beim KK-Schießen, möglichst viele Ringe zu erreichen.

An einer weiteren Station mussten die Soldaten mit Kompass und Fernrohr Entfernungen schätzen und bei der Schlauchbootfahrt am Badeteich ging es in erster Linie um die Schnelligkeit. Kurz vor dem Ziel mussten aus einer Waffenkiste Teile herausgesucht werden und schließlich zu einer Waffe zusammengebaut werden. Zum Schluss wurde die erreichte Punktzahl von jeder Station addiert und die Gewinner standen fest.

Der Sieger, die RK Feldatal, erhielten den Wanderpokal »Wachsamer Keiler« und zusätzlich einen Pokal, Goldmedaillen sowie Urkunden. Die zweit- und drittplatzierten Kameraden bekamen Silber-und Bronzemedaillen. Nach einer Unterbrechung der Übung trafen sich alle Beteiligten zu einem Kameradschaftsabend im und um das Vereinsheim der RK Feldatal.

Am Sonntagmorgen war dann nach einer kurzen Nacht offiziell »Übungsende«. Oberfeldwebel d.R. Wolf bedankte sich schließlich noch bei der Gemeinde Feldatal, dem DRK-Kreisverband, den zuständigen Behörden, Revierpächtern, dem AC-Feldatal und dem Schützen- und Sportverein Stumpertenrod für die Unterstützung.



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