18. Juni 2021, 21:53 Uhr

Würdiger Ort für Trauer und Erinnerung

18. Juni 2021, 21:53 Uhr
Einweihung des ersten Gemündener Memoriam-Gartens auf dem Friedhof in Ehringshausen: Peter und Katja Habermehl vom Blumenhaus Schermer, Bürgermeister Lothar Bott, Ortsvorsteher Dr. Jörg Müller, Michele Hübinger von der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen und Dominic Martin von Marmor-Schwing in Lauterbach (v. l.). FOTO: EVA

»Was lange währt, wird endlich gut«, so Bürgermeister Lothar Bott zur Eröffnung des ersten Memoriam-Gartens in Gemünden auf dem Friedhof in Ehringshausen. Denn nach der Diskussion über die Errichtung eines solchen Gartens ab 2011 und schließlich dem Beschluss durch die Gemeindevertretung bereits 2017 seien bis zur Fertigstellung nochmals »einige Jahre ins Land gegangen«.

Neben Bürgermeister Bott waren auch Ortsvorsteher Dr. Jörg Müller, Viktoria Maininger von der Gemeindeverwaltung sowie Peter und Katja Habermehl, Inhaber des Blumenhauses Schermer in Feldatal, Dominic Martin vom Steinmetzbetrieb Marmor Schwing in Lauterbach, und Michele Hübinger von der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH zur offiziellen Einweihung vor Ort.

Friedhöfe, so Bürgermeister Bott, sind aufgrund der langen Ruhefristen »kein Produkt, was man von heute auf morgen verändern kann«.

Während es früher überwiegend Erdgräber gegeben hat, würden heute zu 90 Prozent Urnengräber bevorzugt. Um dieser veränderten Friedhofskultur gerecht zu werden, seien in der Gemeinde verschiedene Möglichkeiten sehr intensiv diskutiert worden, wobei auch das Thema Friedwald ein Rolle gespielt hatte.

Schließlich habe die jetzige Variante im Rahmen der Dorferneuerung in Ehringshausen Gestalt angenommen. »Nun haben wir in Ehringshausen angefangen, mal sehen, ob vielleicht später in den anderen Ortsteilen auch so etwas entstehen kann«, meinte Bott. Er informierte mit Viktoria Maininger, das neben den Erd- und Urnenbestattungen in Gemünden die Möglichkeit zur Bestattung in Rasengräbern besteht, auf dem Nieder-Gemündener Friedhof anonyme Bestattungen möglich sind und in Burg-Gemünden, Nieder-Gemünden und Elpenrod Parzellen für Baumgräber errichtet wurden. Auf einer Fläche von rund 20 Quadratmetern bietet der Memoriam-Garten neue Möglichkeiten der Bestattung für drei Erd- und fünf Urnengräber. Es handelt sich um ein gärtnerbetreutes Grabfeld, das bei Bedarf um drei weitere Parzellen ergänzt werden kann.

»Gärtnerbetreutes Grabfeld« heißt, dass die Gräber ausschließlich über ein Komplettangebot erworben werden können. Das neue Bestattungsangebot des Memoriam-Gartens beinhaltet Leistungen, die über die Nutzungszeit von 20 beziehungsweise 30 Jahren entstehen. Dazu gehören die gärtnerische Grabpflege für die gesamte Nutzungszeit, Instandhaltungen nach gärtnerischen Erfordernissen sowie die Kosten für ein Grabmal inklusive der ersten Beschriftung. Die Friedhofsgebühren werden weiterhin separat laut jeweiliger aktueller Satzung von der Gemeinde erhoben.

Das Blumenhaus Schermer hat mit dem Steinmetzbetrieb Marmor Schwing den Friedhof in Ehringshausen in diesem Bereich zu einen abwechslungsreichen Erinnerungsort für die Hinterbliebenen gestaltet.

Die Bepflanzung der Anlage ist vielfältig. So bilden dort derzeit die Dauerpflanzen Immergrün, Polsterstauden mit verschiedenen Gräsern gemeinsam mit den Wechselpflanzen Geranien und Steinkraut ein harmonisches Bild. Auch stehen dort schon einige Beispielgrabsteine, die regional und naturbelassen sind, so Steinmetz Dominic Martin.

Mit dem Angebot werde den Angehörigen ein würdiger Ort für ihre Trauer und Erinnerung geboten, heben Michéle Hübinger von der Treuhandstelle und Bürgermeister Lothar Bott hervor.

Nähere Informationen über einen Dauerpflegevertrag für einen Platz im Memoriam-Garten sind bei der Friedhofsverwaltung der Gemeinde Gemünden, dem Blumenhaus Schermer in Feldatal, dem Steinmetzbetrieb Marmor Schwing in Lauterbach, oder über die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH unter der kostenlosen Servicenummer 0800-1516170 zu erhalten. Des Weiteren sind Hinweise in Form von Flyern in einem wetterfesten Informationskasten beim Memoriam-Garten hinterlegt.

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