25. April 2010, 17:36 Uhr

»Ort des Lichtes, der Farben und des Friedens«

Bad Nauheim (pm). So muss es im Paradies gewesen sein: Strahlend blauer Himmel, warme Sonnenstrahlen, satte Farben in einem bunten Blumenmeer, eine friedliche, entspannte Stimmung - und Sonntag. Das alles war da, als am Sonntag die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ihr umfangreiches Programm auf der Landesgartenschau eröffneten.
25. April 2010, 17:36 Uhr
Kirchenpräsident Volker Jung (links) und Bischof Martin Hein vor der Lichtkirche im Goldsteinpark. (Foto: pv)

Bad Nauheim (pm). So muss es im Paradies gewesen sein: Strahlend blauer Himmel, warme Sonnenstrahlen, satte Farben in einem bunten Blumenmeer, eine friedliche, entspannte Stimmung - und Sonntag. Das alles war da, als am Sonntag die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ihr umfangreiches Programm auf der Landesgartenschau eröffneten. Dazu feierten Kirchenpräsident Volker Jung und Bischof Martin Hein mit etwa 350 Menschen auf der Hauptbühne im Goldsteinpark einen Gottesdienst. Jung verknüpfte in seiner Predigt die tief im Menschen verankerte Sehnsucht nach dem Paradies mit der Landesgartenschau. Jung bezeichnete »Gärten als Orte des Lichtes und der Farben und des Friedens«. Menschen hätten zu allen Zeiten Gärten angelegt, »um darin die Sehnsucht nach einem schönen Ort zu beheimaten, wo Gottes Schöpferkraft zu sehen und zu riechen ist«. Deshalb hätten die evangelischen Kirchen eine Kirche in die Landesgartenschau gestellt, »damit Menschen diese Sehnsucht nach der Schönheit und dem Frieden in Gottes Garten neu entdecken können«. Als Lichtkirche weise das Gebäude auf Gottes ersten Schöpferakt hin, denn laut Schöpfungsgeschichte der Bibel sei am Anfang eine große Dunkelheit gewesen. Erst mit dem Licht habe Gott die Welt geschaffen.

Die biblische Schöpfungsgeschichte, predigte Jung, sei »kein naturwissenschaftlicher Bericht über die Entstehung der Welt, sondern ein großes Bekenntnis des Glaubens«. Die Bibel bezeuge, dass die Welt ein Paradies sein könnte, aber nicht ist. Jung: »Es gelingt den Menschen nicht, friedlich in dieser Welt zu leben. Es gelingt den Menschen nicht, was Gott schenkt, gut und gerecht zu verteilen. Tief im Menschen ist die Angst, es könnte nicht genug da sein. Er könnte zu kurz kommen. Das ist wie Gift. Es bringt Hass und Streit und den Tod.« Die evangelischen Kirchen böten auf der LGS eine Kirche an, als Ort für die Sehnsucht nach Licht und Leben und nach dem Frieden in Gottes Garten.

Nach dem Gottesdienst wurde die Lichtkirche mit einem Empfang geöffnet. Bischof Hein wies darauf hin, dass auf eine Landesgartenschau eine Kirche gehöre. Sie weise auf Gottes Schöpfung hin und erinnere daran, »dass wir das Leben nicht aus uns selbst haben«. Manche Menschen kämen eigentlich nur zur Landesgartenschau, um etwas Schönes zu sehen und würden dann »unversehens mit persönlichen Dunkelheiten konfrontiert«. Ihnen könne die Lichtkirche zu einem guten Ort der Geborgenheit und der Begegnung mit Gott werden.

Pfarrerin Anja Schwier, die für die Lichtkirche vor Ort verantwortlich ist, sagte: »Wer den ganzen Tag über das Gartenschaugelände spaziert, kann bei uns verweilen, unsere Lichtkirche genießen und als geistlichen Ort erfahren.« Ein Team aus rund 40 ehrenamtlichen Helfern vorwiegend aus der Region stehe bereit, die Besucher zu betreuen.

Rund um die Lichtkirche und auf einer Großbühne bieten die Kirchen über 400 Veranstaltungen an. Dazu gehören Lesungen mit Ulrike Neradt und Bärbel Schäfer, Kabarett-Programme mit Lars Reichow und Duo Camillo, Konzerte mit der Harfenspielerin Anne Kox-Schindelin und dem Pianisten José Rodriguez.

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