26. August 2019, 20:26 Uhr

Gemeinschaftsobstanlage

Äpfel sind besonders klein

Erntezeit ist Verkaufszeit an der Gemeinschaftsobstanlage in Klein-Karben. Sonntags werden hier Äpfel und Birnen angeboten. In diesem Jahr sind die Früchte besonders klein.
26. August 2019, 20:26 Uhr
Der Ernteverkauf in der Gemeinschaftsobstanlage hat begonnen. Petra Gralka und Oliver Schmidt bieten Zwetschen, Mirabellen, Äpfel und Birnen an. (Foto: cf)

Spaziergänger und Radfahrer werden am Ziel mit einem grandiosen Ausblick auf Karben, in die Wetterau und den Taunus belohnt. Die Gemeinschaftsobst- und Gartenanlage (GOA) Klein-Karben an der Büdesheimer Straße hat weit mehr zu bieten. Viele der 4500 Obstbäume tragen Früchte. Die Ernte wird nach und nach eingebracht. Ab sofort kann das Karbener Obst sonntags von 10 Uhr bis 12:30 Uhr gekauft werden.

Begrüßt wurden die zahlreichen Kunden am ersten Verkaufssonntag vom Vorsitzenden Oliver Schmidt und den Mitgliedern, des vor 61 Jahren gegründeten Vereins. Sie hatten im Eingangsbereich der Maschinenhalle mehrere Verkaufsstände aufgebaut. Hier boten die Obstbauern ihren Kunden eine Auswahl früher und mittelfrüher Apfel- und Birnensorten, Steinobst wie Pflaumen und Mirabellen sowie Weintrauben und Obstsäfte an.

Zwar neigen sich die Äste der Obstbäume unter ihrer Last, doch die Vereinsmitglieder sind besorgt. Petra Gralka sagt: »Der Besatz ist zwar gut, aber er besteht aus lauter kleinen Früchten. Deshalb fällt die Ernte bereits im zweiten Jahr schlechter als sonst aus.« Martin Kliem ergänzt: »Die anhaltende Trockenheit macht unseren Bäumen sehr zu schaffen. Von unseren 4500 Obstbäumen auf der Anlage müssen vier- bis fünf Hundert ersetzt werden. Sie sind ganz oder teilweise abgestorben.«

Zur Trockenheit hinzu kommt der Befall mit Schädlingen. »Seit vier bis fünf Jahren gibt es auch bei und die aus Südostasien stammende Kirschessigfliege. Das Weibchen besitzt einen scharf gezähnten Legeapparat, mit dem sie die Fruchtschale anritzt, um ihre Eier darin abzulegen. Sie befällt erst Beerenobst, dann Kirschen und später auch Pflaumen«, erklärt Dieter Kost. Mit Pflanzenschutzmitteln bekämpft werden kann die Kirschessigfliege nicht, da der Befall erst eintritt, wenn die Früchte fast reif sind.

Nützling gegen Schädling

»Bis zum Frühsommer spritzen wir geringe Mengen eines heute üblichen, umweltschonenden Pflanzenschutzmittels. Die Mittel und den Umfang schreibt uns der Verband für kontrolliert integrierten Obstanbau vor, dem wir angehören«, sagte Dieter Kost. Anstelle von Pflanzenschutzmitteln setzen die Mitglieder lieber auf die Hilfe tierischer Nützlinge bei der Schädlingsbekämpfung. »Raubmilben fressen schädliche Spinnmilben, Marienkäfer oder Florfliegen vertilgen Blattläuse, Greifvögel fangen Wühlmäuse«, zählt Schmidt auf.

Zwei Bienenvölker leben auf der Anlage. Ziele des Vereins sind die Förderung und Pflege des Obstbaus und das Erzeugen von Obst in bester Qualität. Mit Lehrgängen für alle und Führungen leisten die Aktiven einen Beitrag zum Umweltschutz.

Neben dem Verkauf an den Sonntagen sind Gäste am 3. Oktober ab 10 Uhr zum Herbstfest eingeladen. Zum Fest werden mehr als 20 verschiedene Apfel- und fünf Birnensorten, Zwetschgen, frisch gepresster Obstsäfte und Süßer, selbst gekelterter Apfelwein, Obstbrände, Marmelade, Gelee und Honig sowie selbst gebackene Kuchen angeboten.

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