25. Oktober 2019, 19:11 Uhr

Abfall vermeiden und Energie sparen

25. Oktober 2019, 19:11 Uhr
Das Team der ESRM wird stellvertretend für die gesamte Schule für ihre fast zweijährigen Aktivitäten für mehr Nachhaltigkeit ausgezeichnet. (Foto: privat)

Zwei Lehrer, drei Schülerinnen und ein Mitglied der Schulleitung der Europäischen Schule Rhein-Main (ESRM) sind am Dienstag zum Franziskanergymnasium in Großkrotzenburg gefahren. Zusammen mit 118 anderen Schulen aus Mittel- und Südhessen präsentierten sie dort ihre Aktivitäten zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz in ihrer Schule und erhielten als Anerkennung den Titel »Umweltschule Hessen«.

Ein Teil der über fast zwei Schuljahre angelegten Aktivitäten stand in der ESRM unter dem Titel »Abfall vermeiden, sortieren und recyceln«. So gelang es dem Elternverein der Schule, die kulinarische Versorgung zum Sommerfest abfallfrei zu organisieren, indem das Geschirr der Mensa, Pfandbecher und Mehrweg-Glasflaschen zum Einsatz kamen.

In vielen Klassen, besonders in der Primarstufe, findet man inzwischen kaum noch Plastik in den Abfalleimern, denn die meisten Kinder bringen ihr Frühstück ohne extra Verpackung in ihren Brotdosen zur Schule. In allen Klassenräumen wird auf eine saubere Abfalltrennung geachtet. Besonders das Altpapier gilt als Schatz, werden doch daraus das Kopierpapier der Schule und Schreibblöcke mit dem ESRM-Logo hergestellt. Das Sammeln von Altbatterien und leeren Druckerpatronen, das Schöpfen von Papier oder Müllsammelaktionen auch außerhalb der Schule sind weitere Beispiele des Engagements. So erfahren die Schülerinnen und Schüler, welchen ganz persönlichen Beitrag sie zur Schonung von natürlichen Ressourcen leisten können.

»Wir werden Energiespar-Spezialisten« war das zweite Motto. Hier achteten alle darauf, in den Räumen das Licht und technische Geräte auszuschalten, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Die Lehrerinnen und Lehrer freundlich daran zu erinnern, mache den Kindern besondere Freude und schärfe gleichzeitig das Bewusstsein für alltägliches umweltfreundliches Handeln, teilt die Schule mit.

Wasserspender statt Plastikflaschen

Begleitend zu diesen Umweltschul-Aktivitäten wurden auch im Unterricht zahlreiche Projekte realisiert, die den Gedanken der Nachhaltigkeit weitertrügen, seien es Kunstwerke, Experimente mit Wasser oder gar die Entwicklung nachhaltiger Produkte. So durften die drei mitgereisten Schülerinnen aus der Klassenstufe S3 ihre selbst gemachten Chips aus Trester - Rückstände, die nach dem Auspressen des Saftes von Obst oder Gemüse zurückbleiben - zur Verkostung anbieten, mit denen sie schon mehrere Preise gewonnen hatten.

»Die Ausstellung der 119 Umweltschulprojekte war eine Messe zukunftsfähiger Ideen, die zur Nachahmung einluden«, sagen die Mitgereisten. Doch erst einmal ging es dort darum, die Anerkennung für die realisierten Nachhaltigkeitsprojekte zu erhalten. Aus den Händen von Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, nahmen die Vertreter der ESRM eine Urkunde und die Plakette »Umweltschule Hessen« entgegen. »Für unsere vergleichsweise junge Schule ist dies ein Ansporn, zukünftig weitere Aktivitäten zu entwickeln und in das tägliche Schulleben zu integrieren, damit Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu einem selbstverständlichen Teil des Lebens werden«, teil die Schule mit.

Sie kündigt an: »Da wir nun eine nachhaltige Schule in Hessen und Deutschland sind, werden ab November keine Getränkeautomaten mehr in dem Schulgebäude der Sekundarschule zur Verfügung stehen. Anstatt Plastikflaschen zu verkaufen, hat sich die Schule für mehr Wasserspender entschieden, um einen weiteren Beitrag zur Verminderung der globalen Umweltkrise zu leisten.«

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