21. August 2019, 05:00 Uhr

Karben Open Air

Auf zur größten Musikparty der Stadt

Festivalliebhaber horchen auf: Am Wochenende steht das Karben Open Air 2019 an. Drei Tage gibt es auf drei Bühnen am Selzerbrunnen Pop, Rock, Hip-Hop und vieles mehr auf die Ohren.
21. August 2019, 05:00 Uhr
Der Aufbau fürs Musikfestival Karben Open Air ist fast abgeschlossen. Die ersten Bands spielen am Freitag auf den drei Bühnen. (Foto: pv

Fast schon traditionell wächst das Karben Open Air, kurz »KOA«, mit jedem neuen Jahr ein kleines Bisschen. 2018 konnte der Verein Kulturscheune, der das dreitägige Musikfestival veranstaltet, zum ersten Mal vermelden, dass mit dem Samstag ein Tag komplett ausverkauft war. »Als nächstes wollen wir das an allen drei Tagen schaffen«, verrät Sprecherin Anika Heimann, halb im Scherz, halb ernstgemeint.

Die Zielsetzung für das 140-köpfige Helferteam hat sich natürlich auch im dreizehnten Jahr nicht geändert: Eine gute Zeit haben. Die Chancen, dass ihnen am Ende das Zahlenwerk ebenso Spaß bereitet, haben sie aber dennoch.Mit rund 1000 Gästen pro Veranstaltungstag rechnet Heimann dank der Vorverkäufe sicher rechnen. Die 4000-Besucher-Marke dürfte erneut fallen. Und wenn am Samstag alle Tickets weg sein sollten, würde sie das in dieses Jahr nicht mehr überraschen, verrät die Karbenerin.

Der Campingplatz für 650 Menschen ist seit Wochen komplett ausgebucht. Die Gäste kommen meist aus der Region, einige Stammgäste reisten aber auch aus der Schweiz, andere aus Norddeutschland an.

Man kennt sich auf dem »gemütlichen, familiären« Festival, erzählt Heimann. Das schätzten die Musikfans genauso wie die kleine, aber feine Auswahl an regionalen und deutschlandweit bekannten Künstlern. Insgesamt 34 Bands rocken die drei Bühnen auf dem Gelände am Selzerbrunnen.

Gut die Hälfte der Bands kommt aus dem Umland. 1100 hatten sich im Vorfeld für einen Auftritt beworben. Da hieß es: Aussortieren. »Wir haben wieder eine gute Mischung an Genres gefunden«, verspricht Heimann. Es sei für jeden Geschmack etwas dabei - ob Punk, Rock, Hip-Hop- Singer-Songwriter oder Ska. Die drei großen Headliner sind Ignite aus Kalifornien, die melodischen Hardrock machen, die Folk-Rocker von Fiddlers Green aus Erlangen, die fetzige Gitarrenriffs mit klassischen irischen Sounds mischen, und die Rostocker Punker von Dritte Wahl. Die bekannte, ehemaligen Teenieformation Killerpilze wird außerdem einen ihrer letzten Festivalgigs hinlegen.

Eine Neuerung gibt es in Form von Evil Jared. Der hierzulande vor allem als Bassist der Bloodhound Gang (»The bad touch«) und für seine Ekel-Einlagen im Comedy-TV berühmte Wahlberliner wird am Samstag gegen Mitternacht als DJ auflegen. Das ist laut Heimann als Pilotversuch zu sehen. Ihr persönlicher Tipp heißt Mono & Nikitaman und spielt eine politische Mischung aus Tanzmusik und Reggae.

Für die Verpflegung ist gesorgt, neben Limo, Wasser und Bier gibt es an drei Ständen Burger, Currywurst, vegane Wraps, Süßkartoffelpommes und Waffeln. Auch Merchandise mit dem KOA-Logo steht zum Verkauf, etwa Pullis, Jutebeutel und T-Shirt.

Tagesticket für 25 Euro

Das Programm startet am Freitag um 17 Uhr und an den beiden Wochenendtagen jeweils deutlich früher. Wer noch ein Ticket ergattern will, sollte es an der Abendkasse versuchene, dort liegen Kontingente bereit. Eine Drei-Tages-Karte 48 Euro, für eine Ein-Tages-Karte werden 25 Euro fällig.

Am Sonntag startet mit dem Aufritt der Stadtkapelle um 11 Uhr der Familientag. Vier Stunden lang ist das Gelände kostenlos geöffnet, es warten 50 Liter Freibier. »Wir wollen, dass auch ältere Karbener vorbeikommen und sehen, dass wir nicht nur die sind, die Krach machen«, erklärt Heimann.

Azubis als Aufbauer

Das Festival habe bei den Einheimischen zuletzt an Beliebtheit gewonnen. Den Bühnenaufbau übernehmen wir immer die Azubis der ortsansässgen Veranstaltungstechnikfirma satis&fy Die meisten der freiwilligen Helfer kommen sowieso aus dem Wetteraustädtchen. Bis zu eineinhalb Wochen ist das Kernteam der Kulturscheune mit Vor- und Nachbereitung beschäftigt.

Alle Einnahmen des gemeinnützigen Festivals fließen in die Kostendeckung. Ziel ist stets ein Nullsummenspiel. Und sollten doch zum Schluss ein Plus stehen, wird das Geld fürs nächste Festival zurückgelegt: »Für den Campingplatz haben dieses Jahr wir zum Beispiel mehr Toiletten organisiert«, sagt Heimann. »Das hatten sich unsere Besucher gewünscht.«

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