21. Juli 2019, 20:02 Uhr

Bad Vilbeler Kids zu »techeroes« machen

21. Juli 2019, 20:02 Uhr
Rinku Sharma (Mitte) erklärt seinen christdemokratischen Besuchern die Leitlinien der »techeroes«-Akademie. (Foto: privat)

Kinder für Coding, Mathematik und Naturwissenschaften begeistern: Das hat sich die gemeinnützigen Akademie »techeroes« in Bad Vilbel zur Aufgabe gemacht. »techeroes«-Geschäftsführer Rinku Sharma empfing nun eine Delegation der Bad Vilbeler CDU. Bei Vanilleeis und Eiskaffee erklärt er, wie das Verständnis für die sogenannten MINT-Fächer schon früh gefördert werden könnte. Bereits Fünf- und Sechsjährige sollten spielerisch und kindgemäß an die Fächer herangeführt werden. »Es ist absolut wichtig, dass Deutschland in diesem Bereich führend ist. Dort entscheidet sich unsere wirtschaftliche Zukunft«, betonte Sharma. Natürlich habe nicht jedes Kind Spaß an Mathematik und Informatik. »Es gibt ja auch noch viele andere Begabungen. Doch die Kinder, die Freude an Technik haben, müssen stärker gefördert werden.« Und nicht nur die sogenannten »Hard Skills« stehen auf dem Programm.

Hinter Sharmas Engagement steckt eine sehr persönliche Motivation, wie er den Christdemokraten erklärte: Seine Familie sei vor Jahrzehnten aus Afghanistan nach Deutschland geflüchtet. Er identifiziere sich sehr stark mit seiner neuen Heimat und wolle dabei helfen, auch anderen Kindern und Jugendlichen Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Um den Lokalpolitikern zu zeigen, dass bei »techeroes« ganz praktisch und kreativ gearbeitet wird, stellten vier Jugendliche ihr Projekt "#weprotest« vor. Ziel des Projekts ist es, eine App zu entwickeln, die dabei helfen soll, bei Essenslieferungen auf Plastikmüll zu verzichten. Durch neueste Technologie versuche die Gruppe das Verbraucherverhalten zu verändern. Das Credo der Jugendlichen: »Protest und Demonstrationen reichen nicht aus. Man muss selber etwas tun und die Zukunft intelligent gestalten.«

»Mit großem Enthusiasmus begeistern Sharma und die »techeroes« für Mathematik und Naturwissenschaften«, lobte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Utter. Sicherlich ein Grund für seinen Erfolg sei dabei, dass er die Kinder und Jugendlichen mit ihren Anliegen ernst nehme und immer wieder dazu auffordere, eigene Lösungen zu suchen. Sebastian Wysocki, stellvertretender CDU-Parteivorsitzender, ergänzte: »Es ist toll, dass wir eine solche Initiative in Bad Vilbel haben.«

Um Worten Taten folgen zu lassen, haben CDU und FDP im Stadtparlament nun beantragt, 10 000 Euro für die Arbeit der »techeroes« zur Verfügung zu stellen. Mit diesen Mitteln sollen Kurse in Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen in Bad Vilbel gefördert werden. »Die kommenden Generationen sollen in einer technisierten und digitalisierten Welt nicht allein Konsumenten sein. Sie sollen die Entwicklung selber gestalten«, begründete CDU-Fraktionsvorsitzende Irene Utter den Antrag. »Dies kann durchaus auch ein Beitrag zum Pakt für den Nachmittag sein.« Zu Beginn des Jahres 2020 soll die »techeroes« gGmbH im Sozialausschuss über ihre Erfahrungen berichten.

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