01. September 2019, 18:00 Uhr

Auenkunst Massenheim

Dem Vandalismus zum Trotz

Auch 2019 werden der Massenheimer Auenkunst Werke hinzugefügt. Zwar verspätet es sich etwas, doch werden ab Oktober besondere neue Skulpturen geboten. Eine steht für ein zerstörtes Kunstobjekt.
01. September 2019, 18:00 Uhr
Dieses Jahr gibt es erst zwei Monate später neue Skulpturen für die Massenheimer Auenkunst. Es werde besonders spannend, sagt Kuratorin Astrid von Luxburg. (Foto: nma)

I n den grünen Auen entlang des Erlenbachs in Massenheim stehen 33 Skulpturen. Das Projekt ist längst mehr als eine Ausstellungsfläche für regionale Künstler. Seit einigen Jahren ist Kuratorin Astrid von Luxburg dafür verantwortlich, Kunst aus dem ganzen Land nach Bad Vilbel zu holen. So hat die Erlenbach-Aue auch in der Kunstbranche mittlerweile einen Namen.

Normalerweise passiert es Ende August, dass neue Werke die Massenheimer Auenkunst komplettieren und einige der länger bestehenden Werke verschwinden. In diesem Jahr verschiebt sich die Vernissage aus organisatorischen Gründen um gut zwei Monate - bis Ende Oktober. Doch Kuratorin von Luxburg hat bereits einen genauen Plan, welche Skulpturen der Sammlung hinzugefügt werden. »Eine Figur ist besonders, denn diese wurde im vergangenen Jahr mit zwei anderen Figuren aufgestellt und sollte bei der Vernissage der Öffentlichkeit präsentiert werden«, sagt von Luxburg. »Diese Figur von Mathias Nikolaus wurde allerdings einen Tag davor durch Vandalismus zerstört«, bedauert sie. Doch das Werk mit dem Titel »Die Spiegelung« soll eine Renaissance erfahren und erneut ausgestellt werden. »Es darf nicht sein, dass Kunst einfach so zerstört wird. Dem wollen wir uns nicht beugen.«

Die Massenheimer Auenkunst werde sehr gut angenommen. Nur der Bekanntheitsgrad könnte noch gesteigert werden, findet die Expertin. »Menschen können die Kunst im öffentlichen Raum erleben und auch anfassen, auf manchen sogar sitzen oder liegen«, erklärt sie. »So kommen auch viele mit Kunst in Kontakt, die sonst vielleicht eher weniger die Möglichkeit dazu haben.«

Künstler aus ganz Deutschland

Die Massenheimer Auenkunst habe die Besonderheit, das gesamte Jahr über besuchbar zu sein. »Das ist schon ein Kleinod. Künstler aus ganz Deutschland werden immerhin hier ausgestellt.« Sogar sehr aufwendige Figuren. Ab Oktober wird beispielsweise »Der Legionär« von Eberhard Linke zu sehen sein. »Das ist eine Bronzefigur und wiegt mehrere Tonnen«, weiß von Luxburg. »Ich bin froh, dass wir dieses Kunstwerk von Linke bekommen. Es steht derzeit noch in Mainz, der Transport nach Bad Vilbel wird sehr aufwendig.« Eine ganz neue Künstlerin sei Benita von Collenberg. Von dieser werden in Bad Vilbel zukünftig zwei Figuren zu sehen sein, und zwar aus Holz, geschnitzt mit Kettensägen. »Achim Ribbeck ist ebenfalls ein neuer Künstler. Von ihm werden ganz faszinierende Marmorfiguren aufgestellt«, sagt die Kuratorin. Die Künstlerin Andrea Helm habe sogar extra für die Auenkunst eine Figur erschaffen. »Es handelt sich dabei um eine recht abstrahierte Stele«, schildert von Luxburg. »Mir ist es immer wichtig, eine gute Mischung aus Gegenständlichem und Abstraktem zu finden. Außerdem sollen alle Materialien vertreten sein.«

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