Vatertag bei den Karbener Anglern – eine echte Erfolgsgeschichte, denn am Donnerstag war auf dem Gelände des ASV in Klein-Karben kaum noch ein Plätzchen zu finden. Angelsportvereinsvorsitzender Jörg Hoss strahlte beim Anblick des Besucherstroms fast genauso wie die Sonne, die den Feiertag zu einem richtigen Erlebnis werden ließ.

In diesem Jahr gab es etwas Besonderes, nämlich Backfisch. Der musste von den 215 Mitgliedern des ASV zwar nicht zuvor aus den nahen Anglerteichen gefischt werden, doch für die Zubereitung verging so manche Stunde. »Unsere Frauen haben Fisch für Fisch entgräten müssen. Und das ist eine Heidenarbeit«, versichert Hoss.

Der Verein feiert in diesem Jahr den 26. Vatertag auf dem Vereinsgelände am Günter-Reutzel-Weg. Angefangen hat es Anfang der 1990er Jahre mit einer Handvoll Vereinsmitgliedern und zwei, drei Kästen Bier. Schnell sprach es sich in Karben herum, dass man an den Angelteichen schön feiern könne, und so wurde aus dem Vereinsfest ein kleines Stadtfest. »Heute brauchen wir gut 40 bis 50 Vereinsmitglieder, um die Zelte auf- und später wieder abzubauen sowie für die umfangreichen Vorbereitungen«, berichtet der zweite Vorsitzende Volker Pöhlmann.

Doch auch beim ASV geschieht das Feiern nicht ganz grundlos, denn die Erlöse fließen in die Vereinskasse für dringende Anschaffungen rund um das Vereinsgelände.

Radler-Gäste aus Mainz

Es gab aber nicht nur Essen und Trinken, auch für den Spaß der Kleinen wurde mit Spielmobil und Ponyreiten gesorgt. »Wir erwarten heute wieder zwischen 800 und 1000 Besucher«, wagt Hoss nach einem kurzen Blick über die lange Schlange vor der Essensausgabe eine erste Prognose. Dass das Fest einmal so groß werden würde, hätte Hoss nicht gedacht. Aber die schöne Atmosphäre direkt an den Anglerteichen, das gute Essen und die tolle Stimmung – das alles hat sich mit der Zeit in der Region herumgesprochen. »Jedes Jahr kommen ein Fahrradclub mit 30 Leuten aus Mainz oder auch Besucher aus Frankfurt«, erzählt Hoss. Vor allem aber zieht es Familien mit Kindern, die ihre Radtour bei den Anglern ausklingen lassen, auf das Gelände sowie junge Männer mit Bollerwagen. Das Feiern mit viel Alkohol hat aber auch seine Schattenseiten. Und deshalb hat der Verein aus Erfahrung bei so einem Menschenandrang auch an die Sicherheit gedacht. Ab 14 Uhr beziehen Polizei und Security ihre Stellung vor Ort und passen auf, dass es keine Probleme gibt. »Wir hatten hier mal einige Jugendliche, die ihre leeren Gläser in die Gärten der Nachbarn geworfen haben«, erinnert sich Hoss. Und Ärger ist das Letzte, was der Vorsitzende haben will. Denn Angeln habe nur am Rande etwas mit Wettkampf zu tun. Den meisten Anglern gehe es um Ruhe und die Entspannung. Und damit es keinen Ärger mit den Nachbarn gab, war um 20 Uhr Schluss.

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