23. Oktober 2018, 05:00 Uhr

Vilbeler Eisspaß

Eisspaß zieht auf FFH-Parkplatz um

Eisstöcke gleiten lassen, Pirouetten ziehen, Eislaufen lernen, das ist in knapp dreieinhalb Wochen wieder in Bad Vibel möglich. Der sechste Eisspaß wird aufgebaut. Diesmal auf dem FFH-Parkplatz.
23. Oktober 2018, 05:00 Uhr
Der Bad Vilbeler Eisspaß beginnt am Freitag, 16. November. Dann können Eisstock-Spieler wieder ihrem Hobby nachgehen und Schlittschuhläufer ihre Runden drehen. Die Eisfläche wird diesmal überdacht und auf dem FFH-Parkplatz aufgebaut. (Foto: nma/Archiv)

Kurt Liebermeister hat viel gegrübelt. Der Vorsitzende des Bad Vilbeler Stadtmarketing-Vereins und seine Mitstreiter mussten sich entscheiden, wo der ideale Ort für den Eisspaß ist. Die Wahl fiel auf den Parkplatz vor Radio FFH, neben der Rockademy und gegenüber des Festplatzes.

Kurt Liebermeister Stadtmarketing Vorsitzender bereitet das Programm zum Eisspaß vor. 	(Foto: Kopp)
Kurt Liebermeister Stadtmarketing Vorsitzender bereitet das Programm zum Eisspaß vor. (Fo...

»Zunächst hatten wir daran gedacht, die Veranstaltung zwischen der Wasserburg und dem Quellenhof stattfinden zu lassen. Doch das wäre wegen des Seniorenheims nicht gegangen. Auch hätten wir für die Stromzufuhr über 300 Meter Wegstrecke zu bewältigen gehabt«, schildert Liebermeister. Zweite Wahl wäre die Burgpark-Wiese vor FFH gewesen. Hier gibt es Bodenwellen. »Wir hätten Höhenunterschiede von bis zu eineinhalb Metern ausgleichen müssen.« Und den Boden auch für die Schwerlast der Eisbahn entsprechend befestigen müssen.

Von der Baustelle Kurhausvorplatz wieder zurück in den Kurpark zu gehen, kam nicht infrage. »Wir haben unsere Kämpfe dort ausgefochten«, erinnert sich Liebermeister. Zum einen mit Anwohnern, aber auch wegen des Denkmalschutzes und der Natur. »Wenn wir da die vor zwei Jahren frisch gesetzten Bäume wieder fällen würden, wären Proteste gewiss.«

 

Partner gesucht

Also blieb der befestigte Parkplatz am nördlichen Kernstadt-Rand. Von dort fällt der Blick auf das Logo von Hassia, die nicht nur Initiator des Eisspaßes war, sondern immer noch einen Großteil der Kosten übernimmt. Auch andere Sponsoren sowie Stadt und Stadtwerke tragen zur Finanzierung bei. Hassia will sich schrittweise zurückziehen. »Dann werden wir andere Sponsoren finden müssen«, sagt Liebermeister.

Jetzt geht es erst einmal darum, auch die sechste Auflage zu einem Erfolg zu machen. Das wird wegen der Entfernung zur Stadtmitte schwer. Liebermeister ist sich dieses Problems bewusst. Die Laufkundschaft werde ausfallen. Also müsse für den Eisspaß, der vom 16. November bis zum 13. Januar laufen wird, gezielt beworben werden. Von der Neuen Mitte »verirre« sich diesmal keiner an die Eisbahn, die Eisstockbahn und die Hütten für eine Bratwurst und einen Glühwein.

 

Ein Dach für die Eisbahn

»Wir werden mehr Veranstaltungen anbieten«, erläutert Liebermeister. »Sicherlich etwas mit FFH, aber auch mit dem Eishockeyverein Löwen Frankfurt.« Auch der Gewerbering wolle seine noch recht neue Veranstaltung »freiTAG« mit Musik, Gastronomie und Unterhaltung auf den Eisspaß verlegen.

Ansonsten soll das gewohnte Konzept beibehalten werden. Allerdings erhält die Eisbahn mit einer Größe von 35 mal 17,5 Metern plus Eisstockbahn ein Dach, um Schlittschuhspaß und Eisstockschießen auch bei Regen anbieten zu können. Gut besucht sei zudem die Festhütte von Marcel und Vanessa Weinheimer. Dort gebe es bereits jetzt Anfragen von Firmen und für private Feiern. Schon im vergangenen Jahr sei die Hütte gut gebucht gewesen. In diesem Jahr soll sie zudem teilbar sein, sodass neben dem reservierten Bereich auch Gäste ohne Reservierung ein warmes Plätzchen finden. Nicht dabei ist diesmal allerdings der Lions Club mit einer eigenen Hütte.

Das neue Konzept hat Liebermeister gemeinsam mit Hassia, aber auch Helmiss Events als Veranstalter für den Eisspaß in Bad Vilbel, Wiesbaden, Eschborn und Hofheim und Eisspaß-Beschickerfamilie Roie durchgesprochen. »Wir erwarten wieder einen Erfolg«, auch wenn man sich etwas mehr anstrengen müsse.

 

Nach dem Einkauf auf die Eisbahn

Stadtsprecher Yannick Schwander hat eine weitere Hoffnung: Seit dem Wegfall des City-Parkplatzes sei der Festplatz ohnehin einer der offiziellen Parkplätze, um von dort die Innenstadt zu erreichen (wie diese Zeitung berichtete). »Das muss sich zwar noch durchsetzen. Doch wenn man von dort in die Stadtmitte läuft, wird man feststellen, dass es gar nicht so weit ist. Und nach dem Einkauf noch einmal Station auf dem Eisspaß machen, ist doch eine schöne Sache«, ist Schwander überzeugt. Auch vom Bahnhof werde der Weg kürzer zum beliebten Wintervergnügen.

Info

Dortelweiler ärgert sich

Dass der Bad Vilbeler Eisspaß nun vor Radio FFH aufgebaut wird, ärgert den Dortelweiler Ortsbeirat Rainer Fich (SPD). Bereits im Vorjahr hatte er sich für eine Umzug nach Dortelweil starkgemacht. »Von einer vorübergehenden Verlegung der Eisfläche nach Dortelweil hatte ich mir für den Einkaufsstandort und damit auch die Geschäftswelt im Brunnencenter sehr viel versprochen«, kommentiert Fich die Entscheidung der Betreiber und deren Kooperationspartner Hassia und FFH. Für den Dortelweiler Platz und die Zukunft des Brunnencenters gelte es nun, andere attraktive Veranstaltungen zu konzipieren, »hier ist auch der Magistrat in der Verantwortung«, erklärt Fich. Die SPD begrüße die jüngsten Gespräche zwischen Magistrat und dem Center-Management (wir berichteten). Zugesagt wurde dort, die Geschäftszeile und die Tiefgarage auf Vordermann zu bringen und darüber nachzudenken, wie man Veranstaltungen ins Brunnencenter holen kann. »Auch die Rolle des Dortelweiler Platzes wurde als zentraler Freiluft-Veranstaltungsort wieder ins Spiel gebracht und richtigerweise als Chance erkannt«, erklärt Fich. (kop)

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