23. Oktober 2018, 20:27 Uhr

Erst frühstücken, dann arbeiten

23. Oktober 2018, 20:27 Uhr
Baustellenbesprechung am neuen FC-Vereinsheim (v. l.): Thomas Dechant, Axel Jörg und Wolfgang Schinz. (Foto: pe)

Zwei Mannschaften hat der noch junge Fußball-Club Karben gemeldet: eine für die Kreisoberliga und eine für die B-Klasse. Sie kommen vor den Spielen zusammen, und nach den Partien gehen die Spieler wieder nach Hause. Der Grund ist einfach: Dem FC Karben fehlt ein eigenes Vereinsheim. Im nahe gelegenen Heim des KSV Karben will man sich weniger gern treffen. Denn der Fußballclub ist aus der ehemaligen Fußballabteilung des KSV Klein-Karben hervorgegangen. Im Streit um die Finanzen ist man seinerzeit auseinandergegangen. Vor drei Jahren ist der Fußballclub dann gegründet worden.

»Für einen jungen Verein ist es wichtig, dass die Mitglieder eine Anlaufstelle haben«, sagt Axel Jörg vom Vorstand, der kräftig mit anpackt beim Bau des neuen Domizils. »Wir haben gar keinen Gemeinschaftsraum.« Schon im vergangenen Jahr hatte der 1. Vorsitzende Frank Lindner betont, »wir wollen wieder ein richtiges Vereinsleben aufbauen, und dafür brauchen wir einen geeigneten Raum«.

Doch der Bau ließ längere Zeit auf sich warten. Zunächst einmal hätten alle Bauten auf der städtischen Sportanlage am Günter-Reutzel-Sportfeld korrekt ins Kataster eingetragen werden müssen. Danach sei dann der Plan fürs Vereinsheim aufgestellt worden, berichtet Axel Jörg weiter.. »Erst nach allen Genehmigungen und dem Anschluss ans Entwässerungssystem durfte die Bodenplatte gegossen werden.«

Nun entsteht weitgehend in Eigenelistung der Mitglieder das Haus zwischen dem Kunstrasenplatz, der gerade neu verlegt wird, und dem Rasenplatz auf dem städtischen Sportfeld in Klein-Karben. Ein Teil des Unterstandes hinter der Tribüne des Rasenplatzes wurde dafür abgerissen. An dessen Stelle entsteht das Heim mit rund 50 Quadratmetern Nutzfläche. Die isolierten Außenwände stehen schon, die Fenster sind eingebaut.

Aber eilig hat man es beim FC Karben nicht, sagt Axel Jörg. »Wir arbeiten hier ohne Druck. An manchen Tagen, wenn wir zusammenkommen, wird erst mal schön gefrühstückt, ehe es an die Arbeit geht.« In Kürze kommt die »Außenhaut« drauf, und dann kann innen weitergearbeitet werden. Es soll einen Thekenbereich geben, und Toiletten sind gleichfalls im Bau. Rund ein halbes Dutzend Aktive seien beteiligt. An diesem Tag sind neben Axel Jörg noch Thomas Dechant und Wolfgang Schinz erschienen. »Wir bauen unser neues Heim weitgehend in Eigenhilfe«, sagen sie. Denn im Verein seien auch einige Experten, die davon etwas verstünden. Wie etwa Schinz, der Schreinermeister ist. Zu Beginn des kommenden Jahres will man mit allem fertig sein. Der Fußballclub erhofft sich von dem neuen, zwischen 15 000 und 20 000 Euro teuren Heim nicht nur eine Belebung des Vereinslebens, sondern auch Einnahmen. Der Vorstand will das Clubheim nämlich auch vermieten, etwa für Feiern der Mitglieder und anderer Interessierter. »Die Getränke könnten vom Verein bezogen werden, und wer etwas zu essen braucht, kann sich einen Cateringservice engagieren«, schwebt den Verantwortlichen vor. An Spieltagen soll das Heim gleichfalls bewirtschaftet sein. Denn Zuschauer und Spieler brauchen etwas zum Trinken. Damit will sich der Verein teilweise finanzieren. Um die Finanzen, wie damals noch als Abteilung des KSV Klein-Karben, dürfte es also keinen Streit mehr geben.

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