25. September 2019, 19:32 Uhr

Geistliche »zwischenTöne«

25. September 2019, 19:32 Uhr

Dieses Mal begeben sich die »zwischenTöne« auf geistliches Terrain. Deshalb haben sich die Sänger auch die Bad Vilbeler Christuskirche für ihr Konzert ausgesucht. »Die Christuskirche bietet sich nicht nur an, weil sie eine Kirche ist, sondern weil sie die einzige Kirche in Bad Vilbel ist, deren Orgel beweglich ist«, erklärt Chorleiter Herbert Helfrich.

Denn die Orgel spielt eine wichtige Rolle im Musikprogramm des Konzerts. »Es ist unerlässlich, dass die Musiker unmittelbaren Kontakt zum Organisten haben. Denn bei der Musik ist hohe Konzentration erforderlich.« Praktisch sei außerdem, dass der professionelle Musiker, Jens Amend, mit dem Orgelmodell vertraut sei.

Es wird also musikalisch anspruchsvoll am Samstagabend, die ausgewählten Stücke sind aber dennoch sehr bekömmlich für den Zuhörer, erklärt Helfrich. »Wir beginnen mit Jubilate Deo«, sagt er. Das Stück der australischen Komponistin Sandra Milliken ist ein durch Afrika inspiriertes Werk und die Vertonung der ersten beiden Verse des Psalms 100.

Klingende Gläser dabei

Und dabei tritt auch zutage, was die »zwischenTöne« so besonders macht: »Wir haben bei Konzerten häufig vorher mit Choreografen oder Regisseuren zusammengearbeitet. Dieses Mal werden wir mit Bodypercussion die Bewegtheit des Stücks herausstellen«, sagt Helfrich. Der zeitgenössische Komponist Erik Esenvalds aus Lettland hat ein Gedicht der Amerikanerin Sara Tesdale vertont. »Stars« heißt es und steht ebenfalls auf dem Programm für das große Konzert am Samstag. Sphärische acht- bis zehnstimmige Klangwelten sollen die Weite des Sternenfirmaments verdeutlichen, teilt der Chorleiter mit. Und auch hier haben sich die »zwischenTöne« etwas ganz besonderes überlegt: »Der Chor wird durch gestimmte, klingende Gläser begleitet«, kündigt Helfrich an. Ganz besonders dürfen sich die Vilbeler auch auf die Chichester Psalms freuen. Diese sind ein dreiteiliges Chorwerk über hebräische Psalmentexte. Leonard Bernstein (Westside Story) komponierte dieses einst für Knabenchöre, einen Knaben-Solisten und Orchester. Kurios bei diesem Werk: Es wurde einst vom Dekan der Kathedrale von Chichester bei Leonard Bernstein in Auftrag gegeben. In dieser Auftragskorrespondenz bat Dekan Walter Hussey den Komponisten darum, seine Komposition ein wenig so klingen zu lassen wie »Westside Story«. Bernstein griff den Wunsch des Kirchenmannes auf und baute in die Musik zudem Hinweise auf die jüdisch-christliche Tradition ein. Der Chor ist bei diesen musikalischen Herausforderungen allerdings nicht komplett auf sich allein gestellt. Neben Organist Jens Ahmend, werden weitere professionelle Musiker zu hören sein. Besonders spannend: Der erst 13-jährige Béla Curtius. Er singt seit 2014 im Wiesbadener Knabenchor und hat schon häufig Knabensoli übernommen. Tenor Martin Steffan ist schon länger im Geschäft, verfügt laut Herbert Helfrich über reiche Konzerterfahrung im In- und Ausland. Auch eine professionelle Harfenistin hat Helfrich nach Vilbel gelotst. Maja Dvoracek studierte an der Hochschule für Künste in Zürich und hat ihr Masterstudium in Hamburg abgeschlossen. Solistisch war sie für das Brandenburgische Staatsorchester und die Kammerphilharmonie Bremen tätig.

Das Chorkonzert der »zwischenTöne« findet am Samstag um 19 Uhr in der Christuskirche, Grüner Weg 2, statt. Tickets sind im Vorverkauf bei Hildebrandt, Marktplatz 2, erhältlich und kosten ermäßigt zehn Euro, der Vollpreis beträgt 16 Euro.

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