10. Juni 2018, 19:16 Uhr

Geselligkeit im Pfarrgarten

10. Juni 2018, 19:16 Uhr

Zu einem Stelldichein im Grünen trafen sich am Freitagabend Chöre aus der näheren Umgebung in Rendel. Das Open-Air-Singen im Garten des evangelischen Gemeindehauses bildete den Auftakt zum 35. Rendeler Weinfest. Zahlreiche Musikfreunde hatten es sich in der Idylle gemütlich gemacht, um den Gesangsdarbietungen zu lauschen. Neben der Chorgemeinschaft Rendel waren die »Lucky Voices« vom Liederzweig Dortelweil und der Musizier-und Singkreis der Stadt Karben unter der Leitung von Fritz Amann beteiligt.

Im Pfarrgarten ließ es sich an diesem lauschigen Sommerabend gut aushalten. Die aus den Vorjahren gewohnten Blicke gen Himmel konnten diesmal ausfallen, denn das befürchtete Gewitter über Karben entlud sich andernorts. Über diesen Umstand schien der Ehrenvorsitzende der Chorgemeinschaft, Dieter Wierz, geradezu enttäuscht. »Schließlich gehört traditionsgemäß zum Rendeler Weinfest auch etwas Feucht-Fröhliches von oben dazu«, wandte er sich scherzend an die Gäste. »Also entschuldigen Sie bitte, dass wir in diesem Jahr nicht mit Regen dienen können.«

Womit man allerdings dienen konnte, war ein Repertoire an stimmungsvollen Liedern. Passend zum Anlass sang der Rendeler Männerchor als erstes das Trinklied »Freunde schenkt ein, hoch lebe der Wein«. Dirigiert wurden die Sänger dabei vom Ehrenmitglied Ottmar Lenz.

Der Multiplikator

Es folgte mit »Das Wandern ist des Müllers Lust« ein deutsches Volkslied, das die Gäste im Festzelt und an den Tischgarnituren eher zum Gegenteil animierte. Das war auch gut so. Andernfalls hätten sie nämlich mit dem anschließenden Schottland-Klassiker »Loch Lomond« und dem Bariton-Solo des ersten Vorsitzenden Volker Stich einen Höhepunkt verpasst. Abgerundet wurde der Vortrag mit je einem italienischen und tschechischen Volkslied, womit der Männerchor seine Internationalität unter Beweis stellte.

Volker Stichs Worte klangen angesichts des Dargebotenen nur schwer vorstellbar: »Jeder kann singen und jeder kann auch bei uns mitsingen«, meinte der Vereinsvorsitzende im Vorfeld der Veranstaltung. »Man muss dazu noch nicht einmal Noten lesen können. Einzig der Wille, sich in die Gemeinschaft einbringen zu wollen, ist entscheidend.« Schließlich singe er selbst erst seit fünf Jahren im Chor. Das Projekt Chorgemeinschaft sei aus einem feucht-fröhlichen Abend hervorgegangen und habe sich seit 2014 zum Selbstläufer entwickelt. Wegen der Verdoppelung der Mitgliederzahl nenne man ihn in Vereinskreisen auch den »Multiplikator«, sagte Stich nicht ohne Augenzwinkern.

»Wenn alle da sind, zählen wir an die 40 Sänger. Der jüngste ist 18, der älteste 84 Jahre alt. Die Altersballung liegt bei 40 Jahren. Unsere Gemeinschaft zwischen Alt und Jung funktioniert hervorragend. Beim Aufbau haben zum Teil auch Leute geholfen, die nicht im Verein sind. Zwei bis drei Männer waren die ganze Woche damit beschäftigt, die technischen Voraussetzungen zu schaffen. Die Bühne steht seit Dienstag.«

Auf dieser Bühne wussten zum Festauftakt auch die Sangesfreunde aus Dortelweil und Karben mit jeweils drei Liedern zu begeistern. Anschließend wurde zusammen mit den Rendelern gefeiert. Am Samstagabend spielte dann die Partyband »WEAP!« beim Fest zu Tanz auf.

Zum Abschluss des Festes am Sonntag gab es einen Frühschoppen mit den Kilianstädter Musikanten und Tanzeinlagen der »Ice Angels« vom TV Rendel.

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