20. November 2018, 11:00 Uhr

Wahlpanne in Karben

Ja-Stimmen der Volksabstimmung doppelt gezählt

Gut gemeint, schlecht gelaufen. In Karben mussten einige Mitarbeiter der Stadtverwaltung am Montag die Ergebnisse der Volkszählung überprüfen. Der Landeswahlleiter hatte Zweifel angemeldet.
20. November 2018, 11:00 Uhr
Am Wahlsonntag (o.) wurden die Jastimmen der Volksabstimmung auf separate Stapel gelegt. Einer davon wurde doppelt gezählt. Hans-Jürgen Schenk und Anke Berndt am Ort der Nachzählung. (Fotos: pe)

Am späten Freitagnachmittag sorgte eine Mail aus Wiesbaden für Aufregung im Rathaus. Absender war Wahlleiter Wilhelm Kanther, Adressat: der Bürgermeister der Stadt Karben, Guido Rahn. Inhalt: Die gemeldeten Ergebnisse der Volksabstimmungen können nicht stimmen.

Am frühen Montagvormittag rätselte man im Rathaus noch, woran das denn liegen könnte. Verwaltungsleiter Hans-Jürgen Schenk konnte es gegenüber dieser Zeitung noch nicht sagen. Zu diesem Zeitpunkt war man im ersten Stock des Stadtpunktes noch mit der Nachprüfung beschäftigt. Fest stand nur, dass die Unregelmäßigkeiten im Wahlbezirk Okarben I aufgetreten waren. Flugs musste Schenk, den gesetzlichen Vorgaben folgend, eine Bekanntmachung veröffentlichen. Dies erfolgte in Form eines Aushangs an der Tür zum Stadtpunkt, dem Bürgerbüro der Stadt. Unter Führung der stellvertretenden Wahlleiterin Anke Berndt waren die Mitarbeiter mit der Überprüfung der Listen und der am 29. Oktober an die Kreiswahlleiterin übermittelten Ergebnisse befasst. Gegen Mittag war der Fehler gefunden.

Rund 60 Stimmzettel waren sozusagen doppelt gezählt worden. Dies kam nach Angaben von Schenk, der auch Stadtsprecher ist, so: Am Abend der Landtagswahl seien die Jastimmen der Volksabstimmung auf separate Stapel gelegt worden. Erst am Montag seien die Stimmzettel gezählt worden, auf denen uneinheitlich abgestimmt worden war. Einer dieser Stapel sei am Montag dann im Stadtpunkt, wo einige Gruppen mit der Auswertung der 15 Volksabstimmungen befasst waren, ins Körbchen für den Wahlbezirk Okarben gelangt. »Deshalb hat es aus dem Okarbener Bezirk 631 Jastimmen gegeben, obwohl es nur 568 Wähler waren.« Diese gut 60 Stimmen hätten nicht mehr in das PC-Programm eingegeben werden dürfen, da sie bereits registriert gewesen seien. Schenk: »Das Gesamtergebnis hat es aber nicht verändert.«

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