20. September 2019, 20:32 Uhr

Kurt Ochs gestorben

20. September 2019, 20:32 Uhr
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Aus der Redaktion

Nach langer schwerer Krankheit ist im Alter von 89 Jahren kurz nach seiner Frau Ilse der Bad Vilbeler Ehrenbürger Kurt Ochs gestorben. Wie Ehrenstadtrat Klaus Minkel mitteilt, war Kurt Ochs durch seine Frau dem Gesellschafterkreis der Hassia verbunden, der er seinen rechtlichen Rat zur Verfügung stellte. Im Beruf habe Kurt Ochs als Jurist sehr hohe Positionen erlangt. Er sei ein angesehener Senatspräsident beim Oberlandesgericht in Frankfurt gewesen.

Weil Ochs wie seine Frau der evangelischen Kirche eng verbunden war, stellte er sich auch der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau (EKHN) unentgeltlich im Ehrenamt zur Verfügung als Kirchenvorstand Bad Vilbel, Präses im Dekanat Friedberg, Synodaler der Landeskirche sowie 21 Jahre als Präsident des kirchlichen Verfassungs- und Verwaltungsgerichts der EKHN. Dafür erhielt er die höchste Auszeichnung, die Martin-Niemöller-Medaille. Kurt Ochs war Bad Vilbel, seiner Heimatstadt, »mit Heimatliebe eng verbunden«. Wenn die Stadt ihn fragte, habe er seinen guten Rat gegeben. Der sei besonders gefragt gewesen, als vor 15 Jahren eine Prozessforderung von nahezu 100 Millionen Euro das Wohl der Stadt bedroht habe. Immer wieder habe sich Ochs mit Dr. Hansgeorg Jehner und ihm, Minkel, bis tief in die Nacht zusammengesetzt, »um diesen Anschlag auf das Wohl der Stadt und ihrer Bürger abzuwehren«. Der Prozess sei vor dem Landgericht, dem Oberlandesgericht, dem Bundesgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht gewonnen worden. Dies habe die Verleihung der Ehrenbürgerwürde ausgelöst, die nun nur ein einziger Bürger habe, Günter Hinkel.



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