29. Juni 2019, 18:00 Uhr

Renaturierung beendet

Leben soll an die Nidda zurückkehren

Pünktlich zum Start in die Sommerferien sind in Karben zwei große Projekte abgeschlossen: Die Renaturierung der Nidda in der Innenstadt auf einer Länge von anderthalb Kilometern und der Ausbau des Radweges an der Nidda.
29. Juni 2019, 18:00 Uhr
Wasserlauf: Nach früheren Vorbildern neu gestaltet schlängelt sich die Nidda durch Karben. (Fotos: Fauerbach)

Z um Abschluss der Arbeiten am Nidda-Flusslauf hatte Karbens Bürgermeister Guido Rahn zu einem Empfang unter anderem mit Vertretern des Landes, des Wetteraukreises, Planern und Baufirmen eingeladen. Die Kosten für die Renaturierungsmaßnahme der Nidda, des Radweges und den Ankauf von Flächen belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Der Anteil des Landes Hessen beträgt 2,7 Millionen Euro. Rahn sagte, dass die Stadt die Projekte vorfinanziert habe. Er betonte: »Die Nidda ist für Karben wichtig und wertvoll. Ab heute können die Bürger im Innenstadtbereich ihren Fluss wieder in Besitz nehmen. Ein großes Projekt geht dem Ende entgegen.«

Begrünung und Möblierung folgen

Die Einweihung sei zugleich ein »Tag der Freude«, denn die Nidda habe sich in einem weiteren Abschnitt von einem »Kanal« wieder in einen lebendigen Fluss zurückverwandelt. Mit der Renaturierung der Nidda zwischen Groß-Karben in Höhe des ASB-Altenpflegeheims und Klein-Karben an der Dortelweiler Straße in Höhe KSV-Sportgeländee wurden zwei Ziele verfolgt: Einerseits soll eine Verbesserung der ökologischen Bedingungen der Nidda und die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie erreicht werden. »Die Nidda ist so sauber, wie sie in den letzten 100 Jahren nicht war. Jetzt muss noch die Renaturierung der Nebenflüsse und Bäche folgen«, sagte der Wetterauer Kreisbeigeordnete und Umweltdezdezernent Matthias Walther. Dank der vor 30 Jahren begonnenen Niddarenaturierung konnte die Anzahl der Fischarten im Fluss von vier auf wieder mehr als 30 Arten erhöht werden. Andererseits dienen die in Karben durchgeführten Maßnahmen auch besserem Hochwasserschutz. Im unteren Niddaverlauf stand die Verbesserung der Wasserökologie, der Tier- und Pflanzenwelt im Vordergrund. Im innerstädtischen Renaturierungsabschnitt zwischen ASB-Altenpflegeheim und Dortelweiler Straße lautete das Motto »Leben am Fluss«.

Niddaterrasse am Bürgerzentrum entstanden

Hinter dem Bürgerzentrum ist eine großzügige Niddaterrasse entstanden. Die Begrünung und Möblierung entlang des Radweges mit Papierkörben und Bänken würden zügig erfolgen, hieß es. In vier Wochen soll der neue Spielplatz an der Nidda eingeweiht werden. Bürger sollen an den teils abgeflachten Ufern wieder in den Fluss gelangen und dort planschen können. In der Flussmitte und am Rand sind Buhnen und Buchten entstanden. Geplant ist zudem eine Terrasse in Höhe des KSV-Geländes mit Sitz- und Liegepodesten, wie der Bürgermeister ankündigte. Zudem in Planung sei in Zusammenarbeit mit der Gerti-Strohm-Stiftung als nächster Abschnitt die Nidda-Renaturierung in Richtung Okarben. »Das ist ein rundum gelungenes Projekt, dass die Stadt Karben voranbringt. Die Stadt hat zur Ausweitung des Flusses Ackerflächen beigesteuert.«

Begonnen wurde das Projekt, das zu den bisher größten und komplexesten Renaturierungsprojekten an der Nidda gehört, bereits vor sieben Jahren. Fünf Jahre lang dauerte die Planungsphase, ein halbes Jahr die Ausschreibung und zwei Jahre die Realisierung. Redner lobten die »renaturierten Gewässer als Hot Spots der Bio-Diversität«. Im Karbener Stadtgebiet kann die Nidda in einer langen Strecke wieder mäandern und sich ihr Bett dabei sozusagen selbst gestalten.

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