23. August 2018, 17:00 Uhr

Neue Senioreneinrichtung

Neues Domizil für Senioren in Petterweil geplant

Petterweil ist der Karbener Stadtteil mit den meisten Senioren. Im Altenhilfeplan wird deshalb eine eigene kleine Senioreneinrichtung vorgeschlagen. Das Vorhaben des Arbeiter-Samariter-Bundes will die Kommunalpolitik zumindest planungsrechtlich auf den Weg bringen.
23. August 2018, 17:00 Uhr
Die Tagespflegeeinrichtung des ASB im Karbener Stadtzentrum. In kleinerer Form und kombiniert mit einer Wohngruppe für Demente und betreutem Wohnen will der Samariter-Bund eine solche Einrichtung auch in Petterweil betreiben. (Foto: pe)

Mehr als 30 Prozent der Petterweiler sind 60 Jahre und älter. Wie aus dem Karbener Altenhilfeplan hervorgeht, ist Petterweil damit der Stadtteil mit der ältesten Bevölkerung, zumal viele sogar schon über 80 Jahre sind. Der Hilfeplan hat deshalb angeregt, für den Ortsteil eine kleinere Betreuungseinrichtung zu schaffen.

Der Mitverfasser der Studie zur Karbener Altenhilfe, Klaus Schoenicke vom ASB Mittelhessen, hat Ende Juni in einer Sitzung des Ortsbeirats Petterweil eine mögliche Einrichtung skizziert. Demzufolge ist eine Tagespflegeeinrichtung mit acht bis zehn Plätzen sowie eine Wohngruppe für Demente in gleicher Größe vorgesehen. Zudem soll zu dem Projekt betreutes Wohnen gehören.

Die CDU-Fraktion hat das nun aufgenommen und für die aktuelle Sitzungsrunde einen Antrag formuliert. Demzufolge soll der Magistrat prüfen, ob und vor allem wo eine solche Pflegeeinrichtung für Petterweil errichtet werden kann. Albrecht Gauterin brachte den Antrag im Ausschuss für Stadtplanung und Infrastruktur ein. Dort nannte er drei Standorte: Auf dem Brunnenweg, östlich von Petterweil, Am Wiesenbrunnen sowie das jetzige Kita-Gelände in der Pfarrer-Flick-Straße. Die Ergebnisse der Prüfung seien dem Ausschuss bis Dezember mitzuteilen.

Es fehlt noch an Grundstücken

Bürgermeister Guido Rahn sagte, Magistrat und Verwaltung hätten sich damit schon befasst. Grundsätzlich stimme man dem Vorhaben zu, da dessen Notwendigkeit unbestritten sei. »Aber für alle drei Standorte gibt es kein Bau- und Planungsrecht.« Probleme hat die Stadt auch im künftigen Neubaugebiet, das sie im Osten des Stadtteils ausweisen will. Dafür muss sie nämlich die Grundstücke zusammenkaufen. Man habe erst knapp die Hälfte zusammen. »Wir wollen dort ein vier Hektar großes Baugebiet haben.« Aber einige Eigentümer hätten derart horrende Preisvorstellungen, dass die Stadt vom Kauf abgesehen habe. Die Kaufpreise müsste die Stadt nämlich an die späteren Erwerber weitergeben. »Wenn dort eine Familie bauen will, müsste sie erst mal 250 000 Euro für das Grundstück bezahlen. Und dann steht da noch kein Stein«, regte sich Rahn im Ausschuss auf.

Der Plan der Stadt ist nämlich, in dem künftigen Neubaugebiet sowohl die Kindertagesstätte als auch die jetzt zu beengt untergebrachte Feuerwehr anzusiedeln. Aber bevor nicht die Kita umgesiedelt sei, könne man auch diesen Standort nicht als Senioreneinrichtung vorsehen.

Das künftige Petterweiler Neubaugebiet »Auf dem Brunnenweg«, am Ortseingang zwischen Kreisstraße 9 und Arnsburger Straße liegend. Foto: pe
Das künftige Petterweiler Neubaugebiet »Auf dem Brunnenweg«, am Ortseingang zwischen Kreis...

Rahn wies auch den Antrag der SPD zurück, die Senioreneinrichtung lediglich im Neubaugebiet »Auf dem Brunnenweg« vorzusehen. Wenn dort alle genannten Einrichtungen untergebracht werden sollten, blieben nur noch wenige Baugrundstücke übrig. »Und wir haben schon 100 Anfragen, obwohl wir noch gar keinen Aufruf gestartet haben.«

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