23. Juli 2018, 19:17 Uhr

Piraten stürmen die Schatzinsel

23. Juli 2018, 19:17 Uhr
Sie jubeln über ihre ersten Erfolg: Gerade hat diese Gruppe von Ferienspielkindern erfolgreich die Karte zusammengesetzt, die sie zum Inselschatz führen soll. Doch bis sie reich werden, müssen sie noch viele Prüfungen und Abenteuer bestehen. (Foto: Pegelow)

Auf der Wiese vor dem Jukuz-Gebäude ist der Jubel groß: Geschätzte 50 Mädchen und Jungen reißen die Arme hoch. Juchuuuh, wir haben die Karte! Und wer die geheimnisvolle Karte der Insel hat, auf der ein großer Schatz versteckt ist, wähnt sich auf dem richtigen Weg. Auf jeden Fall gibt sich die Gruppe, tatkräftig unterstützt von Kapitänin Jacqueline Domesle, kampfeslustig. Schließlich gilt es, noch viele Aufgaben zu meistern, um auf der Schatzinsel erfolgreich zu bestehen. Schatzinsel? Ja, richtig. Der berühmte Roman und der noch berühmtere Film sind die Vorlagen für die Spielhandlung des diesjährigen Kinderplaneten. Die rund 600 Kinder, die hier in den letzten beiden Ferienwochen betreut werden, werden am ersten Tag zurückversetzt in die Mitte des Jahrhunderts. Denn da spielte der berühmte Roman von Louis Robert Stevenson, dessen Verfilmung 1966 als Vierteiler im ZDF die Massen fesselte.

Aufgaben lösen und kämpfen

Natürlich wird die Handlung hier nicht einfach nachgespielt, aber für Michael Langenbach und sein Team war »Die Schatzinsel« Inspiration für die Karbener Ferienspiele. Wie in den Vorjahren begann der erste Tag mit einer Theateraufführung in der Kulturscheune. Im Mittelpunkt der gefürchtete Kapitän William Bones, gespielt von Christian Kremer. Der möchte mit seiner Piratentruppe auf eine Insel reisen, um dort den Schatz zu finden. Doch sein Pech ist, dass schon drei andere Kapitäne auf der Insel sind, die ebenfalls nach dem Schmuck und den Golddublonen suchen. Die Kapitäne sind Frauen: Jacqueline Domesle, Carolin Fassbender und Lisa Buxmann. Das Kernteam hat sich wochenlang auf die Ferienspiele vorbereitet, hat das Theaterstück einstudiert und sich die Spiele dazu ausgedacht. Denn die Handlung bildet lediglich den Rahmen für diverse Aufgaben, die die Kinder zu lösen haben. Nur wenn ihnen das gelingt und sie auch noch einige kleine Kämpfe bestehen, können sie bei der Schatzsuche erfolgreich sein.

Wie in den Vorjahren sind die Mädchen und Jungen in Völker eingeteilt, diese wiederum nach Altersgruppen. Jedes Volk in drei Altersgruppen, und das bei drei Völkern, ergibt neun Stämme, die sich auf dem Freigelände des Jugendkulturzentrums tummeln. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Schon am ersten Tag geht es rund, überall wuselt es. Zelte werden gebaut, ein Schiff entsteht, Sitzgruppen werden gebildet, Piratenflaggen gemalt, Armbänder geknüpft und Augenklappen gebastelt. Für die passende Verkleidung müssen die jungen Piraten unter Anleitung der Kapitäne nämlich selbst sorgen. Zwischendurch lösen sie die Aufgaben, sodass an diesem Freitag der Schatz zumindest gefunden werden kann.

Was dann damit passiert, ist Sache der zweiten Ferienspielwoche. Insgesamt rund 600 Karbener Kinder werden betreut, viele bleiben zwei Wochen, manche aber nur eine. Nach Angaben von Jukuz-Leiter Thomas Frühauf werden in der ersten Woche 330 Kinder betreut, in der zweiten 370. »Damit sind wir am absoluten Maximum«, sagt er. Denn den 50 Betreuern wird in diesen Tagen einiges abverlangt. Aber große Teile des Teams haben bereits an den vorjährigen Spielen teilgenommen. Wie etwa der frühere FSJler Aaron, der bereits zum vierten Mal als Betreuer arbeitet. Während das den erst seit Beginn dieses Jahres als Jugendpfleger in Karben tätigen Frühauf noch ein wenig wundert, ist das für Spielleiter Michael Langenbach keine Überraschung. »Viele identifizieren sich mit dem Kinderplaneten und kommen immer wieder«, freut er sich.

Extra Getränkestand

Mit zu den Helfern gehören die jungen Leute an der Essenausgabe. Das Essen wird wie in den Vorjahren vom BBw Südhessen geliefert. Außerdem hat man wegen der großen Hitze einen Extragetränkestand aufgebaut. Hier stehen Lisa, Lena, Mercedes und Joel und schenken Wasser und Eistee aus. »Wir werden sehr darauf achten, dass die Kinder ausreichend trinken«, sagt Langenbach angesichts der Hitzewelle in dieser Woche. Zudem sollen viele Aktivitäten im Schatten stattfinden, oder in den mithilfe der Kinder aufgebauten Zelten. Für Abkühlung wird zudem eine Wasserrutsche sorgen.

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