23. Mai 2017, 19:50 Uhr

Rollator, Lupen und Co testen

23. Mai 2017, 19:50 Uhr
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Von Christine Fauerbach
as Angebot für Hilfsmittel, die das Leben für Senioren erleichtern ist riesig. Bei der Messe 50+ wird vieles getestet vom Elektromobil bis zu Lesehilfen. (Foto: Christine Fauerbach)

»Ich finde die Messe gut. Ich informiere mich über viele Angebote und Themen«, sagt Manfred Jeide. »Ich interessiere mich für Sportangebote sowie Computer- und Smartphone-Kurse«, ergänzt seine Frau Rosely. Das Ehepaar aus Dortelweil hat pflegebedürftige Angehörige, will sich über Unterstützungsangebote bei der Pflege bei den anwesenden Dienstleistern informieren. Dazu bietet die Messe 50 plus im Dortelweiler Kultur- und Sportforum ideale Bedingungen. Besucher gehen von Stand zu Stand, es sind 40 Aussteller und Dienstleister anwesend, oder lauschen den Vorträgen. Informiert wird über Hilfs- und Unterstützungsangebote für ein selbstbestimmtes Leben und kluge Vorsorge in jedem Alter. »Wir wollen unser Bad barrierefrei umbauen lassen und ich möchte mir Rollatoren ansehen«, sagt Ursula Schmidt, deren Mann vor Kurzem einen Schlaganfall hatte. Am Stand des Sanitätshauses Rosenkranz Scherer probiert sie verschiedene Modelle auf einer Teststrecke aus. Die besteht aus Kopfsteinpflaster mit unregelmäßigen Erhöhungen, einem Gullydeckel, simulierten Bordsteinkanten und einem Teppichbodenbelag. Auch das Gewicht der zwischen 300 bis 500 Euro teuren Rollatoren spielt im Alltag eine Rolle, erklärt Davide Gerhardt vom Sanitätshaus.

Bis zu 6000 Euro kosten die Scooter-Elektromobile bei hdm Seniordrive. Harald Diesterweg und der zwölfjährige Jakob Maus führen die unterschiedlichen Modelle vor, erläutern Vorzüge wie die eines platzsparend zusammenklappbaren Modells. Für die bis zu sechs Stundenkilometer schnellen Modelle benötigt der Fahrer keinen Führerschein und keine Zulassung.

Testen, wie sich Altern anfühlt

Wie wichtig vergrößernde Sehhilfen sind, können die Besucher an mehreren Ständen ausprobieren. Ingrid und Friedrich Boos aus Bad Vilbel probieren die Geräte aus, zu denen die Krankenkassen einen Zuschuss gewähren. Hörgeräte und kabellose Kopfhörer für Fernsehen bei Schwerhörigkeit sind weitere nützliche Alltagshelfer. Eine Vielzahl ist am Stand des VdK Ortsverbandes Bad Vilbel zu sehen. Dort können die Gäste in den Alterssimulationsanzug schlüpfen.

Begrüßt wurden die Messebesucher und Aussteller vom ehrenamtlichen Magistratsmitglied, Christine Foege (CDU), dem VdK-Landesvorsitzenden Karl-Winfried Seif, der hauptamtlichen Kreisbeigeordneten und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch (SPD) und den beiden Messeorganisatoren Dieter Richardt und Hans-Joachim Prassel. Zum privaten Messe-Orga-Team gehören auch Hilke und Rolf Bender. Das Quartett hat mit einjähriger Vorbereitungszeit acht Vorträge sowie die 40 Aussteller und Dienstleister aus den Bereichen Vorsorge, Pflege, Gesundheit, Freizeit, Wohnen, Sport, Mobilität, Recht, Sicherheit und Finanzen geworben.



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