23. Oktober 2018, 19:06 Uhr

T-Shirts verkaufen für die Reise

23. Oktober 2018, 19:06 Uhr
Sie verkaufen T-Shirts und Pullis für den guten Zweck (v. l.): Lehrer Alexander André, die Schülerinnen Shila Qajuni und Hellen Jose, Silke Zuschlag (DRK) sowie Schüler Nassone Cossa. (Foto: Fauerbach)

Im nächsten Sommer steht für die Klasse 9H der John-F.-Kennedy-Schule ihre Abschlussfahrt an. Es soll nach Italien gehen, an den größten See des Landes, den Gardasee. Die Schüler hoffen auf eine unvergessliche Zeit.

Es gibt nur ein Problem. Nicht alle Eltern der 18 Schüler können ihren Kindern die 320 Euro Reisekosten – ein kleines Taschengeld noch nicht eingerechnet – finanzieren. Damit alle mitfahren können, hat Silke Zuschlag, die Leiterin des DRK-Kleiderladens in Bad Vilbel, vor Kurzem ein Hilfsprojekt ins Leben gerufen. Dieses lief bereits am Familiennachmittag des Bad Vilbeler Marktes an. »Die Marktmeister haben uns einen Platz für einen Verkaufsstand zur Verfügung gestellt«, erklärt Zuschlag.

Einzige Bedingung: Es durften, anders als im Kleiderladen des Deutschen Roten Kreuzes, keine Kleidungsstücke verkauft werden. Zuschlag und die Hauptschüler sollten den Krammarktbeschickern keine Konkurrenz machen. Und so boten sie stattdessen Spielsachen und Teddybären für 1,50 bis 2,50 Euro pro Stück an. Am Ende des Markttages wanderten die ersten 130 Euro in die Spendenkasse.

Rotes Kreuz stellt Stand

Kürzlich fand nun die zweite Verkaufsaktion statt. Dieses Mal versuchten Zuschlag, Lehrer Alexander André und seine in Schichten arbeitenden Schüler Kleidung und Kissen auf dem Parkplatz des Rewe-Marktes in Massenheim an den Mann zu bringen. Das DRK stellte Stand und die Waren zur Verfügung. Teils handelte es sich auch um von einem Unternehmen gespendete Neuware.

Dazu gehörten »stylische und hippe« Pullis und Kapuzenshirts aus der aktuellen Herbst- und Winterkollektion wie auch asymmetrisch geschnittene Wintermäntel. Ein Pulli kostete drei Euro und ein Wintermantel acht Euro.

Im Angebot hatten die Nachwuchsverkäufer außerdem jede Menge Jeans und Hosen in vielen Farben für zwei Euro das Stück, Jacken und Blusen für acht Euro sowie atmungsaktive Shirts für Sport- und Freizeit zum Schnäppchenpreis sowie Lederjacken. Teddybären zum Kuscheln in verschiedenen Größen kosteten ebenfalls nur zwei Euro das Stück und Inline-Skater eines Markenherstellers konnten Sportler für fünf Euro kaufen.

In der ersten Schicht am Vormittag berieten die Schülerinnen Shila Qajuni und Hellen Jose Interessenten und Kunden. Um die Mittagszeit wurden sie von Klassenkameraden abgelöst. Zu ihnen gehörten die beiden DRK-Kleiderladen-Praktikanten aus der 9H Waraich Khawer (15) und Nassone Cossa (14). Das Duo hatte dort bereits Erfahrung im Verkauf gesammelt.

Die Schüler setzen sich beim Hilfsprojekt dafür ein, dass auch die fünf Schüler bei der Abschlussfahrt dabei sein können, deren Eltern die Reise nicht oder nur schwer finanzieren können. Sollten bei den Verkaufsaktionen mehr Geld einnehmen, als sie für die Klassenfahrt brauchen, dann werden sie diesen Betrag an ein Projekt für Kinder in der Quellenstadt spenden.

Zwar steht der nächste Verkaufstermin noch nicht fest, dafür aber bereits der Ort. Ein Verkaufsstand soll demnächst vor dem Rewe-Markt in der Frankfurter-/Ecke Ritterstraße aufgebaut werden.

Die Schüler hoffen dann erneut auf Bürger, die ihre Garderobe, um neue Stücke zu Schnäppchenpreisen erweitern. Fast ein Jahr bleibt den Jugendlichen noch, um das Geld zusammenzubekommen, dann werden hoffentlich die Koffer für Italien gepackt.

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