05. November 2019, 11:00 Uhr

Unfallschwerpunkt

Wieder ein Unfall auf der B 45 - Politiker fordern Ampel

Keine Woche ohne Unfall. Am Montagmorgen hat es wieder auf der B 45 bei Nidderau gekracht. Eine Frau wurde schwer verletzt. Nun werden die Forderungen lauter, dass die Kreuzung verändert wird.
05. November 2019, 11:00 Uhr

Eine leicht und eine schwer verletzte Person sowie 10 000 Euro Schaden ist die Bilanz eines Unfalls, der sich am Montag gegen 6.10 Uhr auf der Bundesstraße 45 in Höhe der Abzweigung Karben ereignete. Ein 61-jährige Citroën-Fahrer war von Hanau kommend in Richtung Altenstadt gefahren. Beim Abbiegen nach links in Richtung Karben kam es dann zu einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden VW-Polo. Die 30-jährige Altensädterin musste anschließend schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Hanauer kam ebenfalls in ein Krankenhaus.

Damit erhöht sich die Zahl der Unfälle in dem Streckenabschnitt seit seiner Eröffnung auf 19. Derweil machen die Nidderauer Kommunalpolitiker Druck auf die Landespolitik. Die vier Fraktionen im Stadtparlament (SPD, CDU, Grüne und Freie Wähler) haben sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung zu Wort gemeldet.

»Seit Eröffnung der Umgehungsstraße gilt die Abzweigung in Richtung Karben als Unfallschwerpunkt. Unermüdlich hat das Rathaus bei den zuständigen Behörden um Lösungsvorschläge gebeten«, heißt es in der Mitteilung. Da es sich um eine Bundesstraße handle, seien der Stadt die Hände gebunden. Leider seien die Maßnahmen seitens Hessen Mobil wie angeordnete Geschwindigkeitsreduzierungen, zusätzliche Warn- sowie Hinweiszeichen und mobile Geschwindigkeitskontrollen wirkungslos.

Bereits im September vergangenen Jahres habe die Stadtverordnetenversammlung einstimmig einen Antrag von SPD und Grünen verabschiedet, der die Einrichtung einer Ampel forderte. Dieser Beschluss sei nach weiteren Verkehrsunfällen erneut durch einen Antrag der FWG in der September-Stadtverordnetenversammlung bekräftigt worden. Der Magistrat wurde nun erneut damit beauftragt, umgehend Kontakt mit Hessen Mobil aufzunehmen und wirksame Maßnahmen zur Entschärfung des Unfallschwerpunkts einzufordern. Erst am vergangenen Mittwoch war es zu einem tödlichen Unfall gekommen. Ein 65-jähriger Motorradfahrer starb. Das sei bereits der zweite Unfalltote seit Eröffnung der Umgehungsstraße.

Viele besorgte Bürgerinnen und Bürger würden sich fragen, warum ein weiterer Mensch an dieser Kreuzung sterben musste. Die Nidderauer Stadtpolitik handle in dieser Frage bewusst mit einer Stimme, da das Leben und die Gesundheit der Menschen über parteipolitischem Streit stehen müsse. Bei diesem Thema gibt es für SPD, CDU, Grüne und FWG nur eine einheitliche Meinung: »Der tödliche Unfall hätte verhindert werden müssen, dies darf unter keinen Umständen noch einmal geschehen.«

Kosten sind das Problem

Auch die beiden Landtagsabgeordneten Christoph Degen (SPD) und Max Schad (CDU) versuchen zu helfen. Degen fragte vor zwei Wochen die Landesregierung nach geplanten Maßnahmen zur Reduzierung der Unfallzahlen. Nun hat Schadt mitgeteilt, dass er beim zuständigen Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen darauf hinwirke, dass endlich Lösungen zur Behebung des Unfallschwerpunktes gefunden und umgesetzt werden.

»Wir können nicht länger tatenlos zusehen«, sagt Schad. Inzwischen seien 18, mit dem Unfall vom Montag 19 teils sehr schwere Unfälle dort passiert. Die Nidderauer Politik habe in der Vergangenheit nichts unversucht gelassen, um die Situation zu entschärfen. Forderungen nach einer Ampelanlage oder dem Bau eines Kreisels wurden seitens Hessen Mobil nicht umgesetzt. Auch der Bau einer fest installierten Blitzeranlage, wie die Verkehrskommission des Main-Kinzig-Kreises angeregt hatte, sei noch nicht in Angriff genommen worden, da die Übernahme der Kosten bislang nicht geklärt sei. Schad hat nun noch einmal seiner Anfrage an die Landesregierung Nachdruck verliehen und das Verkehrsministerium aufgefordert, schnellstmöglich aktiv zu werden.

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