27. Juni 2019, 19:16 Uhr

Willkommen in der »Kost-Bar«!

Die neue Mensa der Stadtschule offiziell eröffnet worden. Knapp zwei Millionen Euro hat sich der Wetteraukreis den Bau kosten lassen. Das dürfte sich lohnen: Denn die Zahl der Grundschüler am Standort in der Kernstadt wächst. Und die Eltern fragen vor allem eines immer stärker nach: Die Nachmittagsbetreuung.
27. Juni 2019, 19:16 Uhr
Schulleiterin Sabine Zecha nimmt von Landrat Jan Weckler den symbolischen, goldenen Schlüssel für die Mensa entgegen.

Fröhlicher hätte die Begrüßung wohl kaum ausfallen können: »Schule ist ein herrlicher Platz« sangen die Knirpse des Chors der Stadtschule gestern den Gästen entgegen, die zur der kleinen Feier in die neuen Mensa an die Bad Vilbeler Grundschule gekommen waren. Schulleiterin Sabine Zecha und ihre Kolleginnen durften allerlei regionalpolitische Prominenz willkommen heißen: An vorderster Front natürlich: Landrat Jan Weckler (CDU). Schließlich ist der Wetteraukreis der Hauptverantwortliche für den Neubau.

Genutzt wird das flache Haus mit dem gelben Eingang schon seit kurz nach Ostern. Doch erst jetzt weihte es der Landrat offiziell ein und übergab es so an die Schulgemeinde. »Mit der Mensa haben die Übergangslösungen an der Stadtschule in der Essensversorgung der Schüler am Mittag nun ein Ende«, freute sich Weckler. Knapp zwei Millionen Euro hat der Kreis eigenen Angaben nach in das 344 Quadratmeter große Gebäude investiert.

84 Sitzplätze und eine Rutsche

Die Mensa verfügt über einen Speiseraum mit 84 Sitzplätzen, Lager für Tische und Stühle, Toiletten und Räume für Technik und Hausanschlüsse. Ferner sind in dem eingeschossigen Gebäude je eine Kochküche mit Ausgabe, Lager und Spülküche und ein Putzmittelraum untergebracht. Im Zuge der Baumaßnahmen wurde auch die Außenanlage rund um die Mensa neu gestaltet: Mit Rasen, Rutsche, Kräutergarten und Sitzstufen sowie Übergängen zum mittleren und oberen Schulhof.

»Mit dem Neubau der Mensa verbessern wir die Bedingungen für die Ganztags- und Betreuungsaufgaben an der Stadtschule«, sagte Weckler. Zudem ermögliche sie die weitere Entwicklung der Grundschule in diesem Bereich. Man trage damit der steigenden Nachfrage nach einer Ganztagsbetreuung für Kinder von der ersten bis zu vierten Klasse Rechnung.

Am Hauptstandort der Stadtschule in der Frankfurter Straße werden derzeit 250 Schüler unterrichtet. Tendenz steigend. Die Kinder hätten zwei Jahre lang auf einer Baustelle mit Einschränkungen und Dreck zur Schule gehen müssen, räumte Weckler ein. Aber: »Das Ergebnis zeigt, dass es sich gelohnt hat.«

Grün spielt eine wichtige Rolle

Symbolisch überreichte der Landrat einen goldenen Schlüssel an die Schulleiterin - zur Erinnerung an die Einweihung. Schulamtsdirektor Daniel Dietz, der sich ebenfalls unter den Gästen tummelte, wünschte den Schülern eine mit viel Spaß verbundene Nutzung, die von einem »wertschätzenden Umgang« mit dem Gebäude geprägt sein solle.

Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU), der bei der Eröffnung den Magistrat repräsentierte, lobte den multifunktional zu nutzenden Raum mit attraktiver Außenanlage samt Rutsche und Sitzstufen sowie den spannenden Kontrast zwischen Alt- und Neubauten. »Unsere Mensa und das Gelände sind Räume der Bewegung«, betonte die Schulleiterin Zecha. Die Schulgemeinde habe sich auf den Namen »Kost-Bar« für die Mensa geeinigt.

Das Gebäude ist in Massivbauweise mit Stahlbeton und Kalksandstein errichtet und hat eine hinterlüftete Fassade. Die Mensa hat große Fenster und ein drei Grad geneigtes Pultdach in Alu-Stehfalz. Auch das Dach des Küchentraktes ist flach geneigt und extensiv begrünt.

Neun Schüler der Klasse 3c von Lehrerin Kim Nauland haben sich außerdem im Sachkundeunterricht mit dem Thema Bienen beschäftigt. Ihre Erkenntnisse ließen sie in die Bepflanzung der Kräutergartenbeete auf der Ostseite einfließen. »Wir pflanzen Cosmea, Lavendel, Petersilie, Rosmarin und Lorbeer an«, sagte eine Drittklässlerin. »Diese Pflanzen sind bienen-freundlich«, ergänzte eine andere. »Sie blühen schön«, sagte eine Mitschülerin. »Und mit den Kräutern kann man leckere Gerichte kochen«, wusste einer der Jungen. Mit einer flotten Tanzdarbietung ließ die aus Dritt- und Viertklässlern bestehende Hip-Hop-Gruppe den offiziellen Teil der Einweihungsfeier sportlich ausklingen.

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