03. Dezember 2017, 20:23 Uhr

»Wir werden seinen Rat vermissen«

03. Dezember 2017, 20:23 Uhr

Die SPD Wetterau ist tief betroffen über den Tod ihres, wie es in einer Pressemitteilung heißt, »hoch geschätzten und stets für die soziale Gerechtigkeit kämpfenden Genossen Detlev Engel«. Auch die Karbener SPD schreibt in ihrem Nachruf: »Er wird fehlen.« Engel war am Mittwoch vergangener Woche im Alter von 75 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben (die WZ berichtete).

»Mit Detlev Engel verlieren wir einen überaus engagierten Genossen und Freund, der über 50 Jahre lang in der SPD aktiv war. Er hat die Sozialpolitik in Karben und im Wetteraukreis maßgeblich mitgeprägt. Als Stadtrat und späterer Bürgermeister in Karben, als Mandatsträger in Stadt- und Kreisparlament, als Geschäftsführer der Wetterauer SPD setzte er sich unermüdlich für mehr Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Solidarität ein. Er hat immer klar Positionen bezogen, gerade auch gegen Faschismus und gegen Fremdenfeindlichkeit. Er kämpfte für ein besseres Miteinander. Dabei hatte er immer seine Mitmenschen im Blick und kümmerte sich um ihre Anliegen, Sorgen und Nöte«, erklärte die Unterbezirksvorsitzende der Wetterauer SPD, Lisa Gnadl. Weiter schreibt sie: »Wir werden ihn nicht vergessen und uns bemühen, in seinem Sinne weiter für mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit einzustehen. Er wird uns fehlen.«

Das betont auch die SPD Karben: »Mit Detlev Engel verlieren wir einen Menschen, für den Sozialdemokratie nicht nur ein Wort war, er hat sie gelebt. Seinen Rat werden wir vermissen«, heißt es im Nachruf.

Gewerkschaftlich und sozialdemokratisch von Jugend an engagiert, hätten für Engel immer soziale Belange im Vordergrund gestanden. »Er war für die Menschen da und hatte immer ein offenes Ohr, für Einzelne und für Vereine. Wenn Hilfe notwendig war, hat er seine Möglichkeiten genutzt, um zu helfen, selbst noch nach seiner aktiven Zeit.«

Engel habe den Aufbau Karbens nach seiner Gründung entscheidend mitgeprägt. »Die Investitionen, die zu seiner Zeit getätigt wurden, waren bezüglich der Infrastruktur vorausschauend. Beispielsweise der weitere Ausbau des Gewerbegebiets mit der Schaffung vieler Arbeitsplätze.« Der Ausbau der Stadt im Einklang mit der Natur sei ihm stets wichtig gewesen. »Eine enge Bebauung um jeden Preis hätte es mit ihm nicht gegeben«, sind sich seine Genossen sicher.

Unter Engels Regie sei Karben die erste Wetterau-Stadt mit Hort und Schulsozialarbeit gewesen. Mit Hilfe der Stadt seien die ASB-Einrichtung »Pflege und Wohnen« und in unmittelbarer Nähe ein altersgerechtes Wohngebäude der Stadt errichtet worden.

Ein Herz für den Sport

Die Kultur in Karben werde durch Vereine getragen, die zu Engels Zeit über die »ArGe Kultur« von der Stadt unterstützt worden seien. »So wurde unter seiner Regie der Fördervertrag zur Zusammenarbeit der Musikschule Bad Vilbel/Karben abgeschlossen. Das (...) Jugendkulturzentrum wurde geschaffen.« Auch Kabarett und andere Kleinkunst hätten in Karben ihren Platz gefunden.

Eine Herzensangelegenheit für Engel sei die Förderung des Sportangebots gewesen, zum Beispiel durch den Ausbau der städtischen und der Vereinssportanlagen sowie durch den Bau des Hallenbades.

Die Trauerfeier für Karbens verstorbenen Ehrenbürgermeister findet am Freitag, 8. Dezember, um 13 Uhr auf dem Waldfriedhof in Klein-Karben statt. (Archivfoto: pe)

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