01. Januar 2019, 20:02 Uhr

Zeichen bürgerlichen Engagements

01. Januar 2019, 20:02 Uhr
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Aus der Redaktion
Jugendliche der Ahmadiyya-Gemmeinde Karben sind am Neujahrsmorgen mit Rechen, Besen und Schaufel im Einsatz. (Foto: Jürgen W. Niehoff)

Der Neujahrsputz vor dem Rathaus und auf öffentlichen Plätzen innerhalb Karbens ist die Jugendlichen der Ahmadiyya-Gemeinde Karben inzwischen schon fast zu einem festen Ritual geworden. So waren sie auch an diesen Neujahrsmorgen im Einsatz für die Sauberkeit

Weil für die Moslems der eigentliche Jahreswechsel nach ihrer Religion erst am 16.Juli, dem Umzug ihres Propheten Mohammed von Mekka nach Medina im Jahr 622 n.Chr. stattfindet, ist für sie die Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar auch nichts Außergewöhnliches.

Verbundenheit zeigen

Deshalb hat die Jugendorganisation der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde schon vor mehr als 20 Jahren die bundesweite Neujahrs-Putzaktion in Leben gerufen, bei der sie am Neujahrsmorgen die Straßen von den Überresten der Silvesternacht befreit.

Bundesweit findet die Neujahrs-Aktion in 240 lokalen Gemeinden mit knapp 6500 ehrenamtlichen Helfern der Jugendorganisation statt. Die Jugendlichen leisten damit ihren persönlichen Beitrag für die Gesellschaft. »Mit der Aktion möchten die Jugendlichen ein Zeichen für bürgerschaftliches Engagement setzen und ihre Verbundenheit zum Heimatort ausdrücken« sagte der Jugendvorsitzende der Ahmadiyya-Gemeinde in Karben, Schmail Rahman. Außerdem gebiete der Islam seinen Anhängern Gerechtigkeit und uneigennützig Gutes zu tun. Die Sure 16:91 aus dem Koran sei aus diesem Grund auch der Leitsatz der Aktion zum Auftakt des neuen Jahres.

Wie üblich begann auch an diesem Neujahrsmorgen der Tag gegen 6 Uhr mit einem gemeinsamen Gebet und Frühstück im Gebetszentrum. Anschließend ging es dann auf die Straße, und es begann die Säuberungsaktion.

Start war auch hier traditionsgemäß der Rathausvorplatz. 22 Jugendlichen nahmen dieses Mal an der Säuberungsaktion in Karben teil. Fast drei Stunden waren sie an diesem Morgen auf den Beinen. Die Besen, Zangen und Müllsäcke hat die Stadt gestellt, und auch die Entsorgung der eingesammelten Überbleibsel der Silvesternacht wird der städtische Bauhof übernehmen. Die eigentliche Arbeit aber machten die Jugendlichen, denn sie kehrten nicht nur die Straßen, sondern reinigten auch die angrenzenden Grünflächen und fischten die ausgeglühten Raketenreste unter den Büschen hervor.

Gegen 10.30 Uhr war die Arbeit gestern getan, und gemeinsam ging es zurück ins Ahmadiyya-Gebetszentrum. Ihre Aktion soll zeigen, dass sie sich als Teil der deutschen Zivilgesellschaft fühlt und für sie auch einsetzt.



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