22. Mai 2018, 18:28 Uhr

Zum Finale singt das Rudel

22. Mai 2018, 18:28 Uhr
Bad Vilbel ist bunt und gut gelaunt: Italo-Barde Claudio Molignini bringt das Publikum vor der Bühne der Kulturen beim Quellenfest in Stimmung. (Foto: Seipp/bf)

Von irischem Folk über peruanische Musik bis zu italienischen Stimmungsliedern – die Bühne der Kulturen auf dem Niddaplatz bot beim Quellenfest musikalisch ein breites Angebot aus Neuem und Bekanntem. Alles drehte sich dabei um das Thema Vielfalt, und so war auch das Essen: Ob Spezialitäten aus dem Nahen Osten oder den Anden, ob klassisch oder afrikanisch: Hier war für jeden Gaumen etwas geboten.

»Ich stelle mir die Bühne der Kulturen immer wie eine Weltreise vor«, sagt Organisatorin Erika Roßner vom Stadtmarketing. »Jedes Jahr wollen wir etwas Neues bieten, daher gibt es auch Jahr für Jahr keine Dopplungen auf der Bühne.« So entsteht keine Langweile, weil man etwas im Jahr zuvor schon einmal gesehen hat.

Dabei achtet sie auf vieles: »Es soll so bunt werden wie möglich, also sollen sich auch die Länder möglichst nicht doppeln. Mit Peru, Indien, Irland und Italien sind wir dieses Jahr gut aufgestellt«, sagt sie. Nach dem Motto: »Nach dem Fest ist vor dem Fest« hält sie immer ein Auge offen, was zur Bühne der Kulturen passen könnte. »So ein Fest ist wichtig, um zu zeigen, dass Bad Vilbel bunt ist«, sagt Myriam Gellner, zweite Vorsitzende des Flüchtlingshilfevereins. »Viele Leute, die heute in Bad Vilbel wohnen, sind nicht hier geboren, gehören aber mittlerweile genauso dazu wie alle anderen. Die Vielfalt zu zeigen, das finde ich sehr wichtig, denn so nimmt man nicht nur Vorurteile, sondern lernt viele neue Dinge kennen, die man sonst nie kennengelernt hätte.«

Die Möglichkeit sich bei der Bühne der Kulturen mit einem Stand vorzustellen nimmt der Verein gerne war. Im Zelt gibt es Tee und Kaffee, vor allem aber viele interessante Gespräche. »Viele Leute fragen, wie es uns so geht, so kommt man ins Gespräch«, sagt Souad Abou Aloula, die seit zwei Jahren mit ihrem Mann in Bad Vilbel lebt. »Wir fühlen uns hier gut aufgehoben, alle sind sehr nett«, sagt sie.

Aber nicht nur Musik wurde auf der Bühne geboten. Arpita Kundu Chatterjee führte klassische indische Tänze vor und Tänzerinnen des Fun-Ball-Dortelweil zeigten eine breite Palette von modernen Tänzen wie Hip-Hop, Jazz-Dance oder Video-Clip-Dance. Zum Schluss durfte der Rudel-Sing-Sang von Tom Jet nicht fehlen. Lauthals sangen und schunkelten die Besucher zu bekannten Songs wie »Hoch auf dem gelben Wagen« und »In the Jungle«. Und alle hatten Spaß dabei.

Dass die Vielfalt gut ankommt, war schon an den vielen Besuchern zu erkennen. »Das ist jetzt die dritte Bühne der Kulturen und jedes Jahr werden es mehr Leute, es ist einfach unglaublich«, freut sich Roßner. »Für mich ist das ein Herzensprojekt und dass es so gut ankommt, ist toll. Es zeigt, dass Bad Vilbel eine bunte und vielfältige Stadt ist.«

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