02. Februar 2018, 13:00 Uhr

Musik im Jukuz

Zur Weltmusik reinkommen und mitmachen

In Karben leben Menschen aus vielen Nationen. Musikschule, Diakonisches Werk und Flüchtlingshilfe haben deswegen im Jugendkulturzentrum ein neues kulturelles Angebot ins Leben gerufen: »Weltmusik-Come together«.
02. Februar 2018, 13:00 Uhr

W ir halten Musikkultur lebendig«, steht im Leitbild der Musikschule Bad Vilbel und Karben. »Begegnung in Vielfalt« ist Motto des Projektes »NeNa – Neue Nachbarn« des Diakonischen Werkes Wetterau in Karben. Gemeinsam mit der Flüchtlingshilfe Karben haben Musikschule und Diakonie jetzt mit der Veranstaltungsreihe »Weltmusik-Come together« ein neues Projekt auf den Weg gebracht. Bei der Premiere am Dienstagabend begrüßten die Veranstalter im Karbener Jugendkulturzentrum (Jukuz) über 30 Teilnehmer. Ziel des Projektes ist es, dass in der Weltmusikwerkstatt »Come together« Geflüchtete, Neubürger und Einheimische jenseits von Sprachbarrieren zusammen Musik machen. »Musik ist eine Sprache, die jeder versteht – Musik verbindet«, sagt Beatrice Scherzer vom regionalen Diakonischen Werk. Ihre Kollegin Ursula Vogt-Elsaß fügt hinzu: »Come together« ist offen für alle Erwachsenen und Jugendlichen, die Spaß am gemeinsamen Musizieren haben. Musikalische Vorkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht Bedingung. Einzige Voraussetzungen sind Interesse an Musik und an anderen Kulturen zu haben.

Zwei Musikschullehrer mit von der Partie

Professionell begleitet wird die Reihe von zwei Musikschullehrern. Es sind Sängerin Natascha Grin und Multi-Instrumentalist Ralf Merten. Getreu der Devise »Musik ist Rhythmus und Lebensfreude« startet Ralf Merten einen kleinen Trommel-Workshop. Mit Händen, Füßen, auf Rhythmus-, Percussions- und Klanginstrumenten wird musiziert. Merten trimmelt und spielt Gitarre, Natascha Grin begleitet das Ganze auf dem Keyboard. Elke Lange-Helfrich von der Initiative »Karben für Frieden und Freiheit« hat ihr Saxofon mitgebracht, Musikschulschüler Niklas Wenzel, der in den beiden Bands »PM6« und »Big Buttons« spielt, seine Gitarre.

Nachdem sich alle warm gespielt und geklatscht haben, stimmt Grin internationale Rocksongs wie »Knockin’ on Heavens Door« von Bob Dylan und mehrere arabische Pop-Lieder beispielsweise aus Armenien an. Elke Lange-Helfrich und Esther Primavera bereichern das Repertoire mit zwei italienischen Liedern. Dazu gehört das neapolitanische, leicht satirische Traditional »La morte de mariteto« und das süditalienische »La citta vecchia«.

Lieblingssongs auf dem Smartphone

Schnell zeigt sich, dass alle Teilnehmer große Freude an diesem »Kurs« voller Bewegung mit stimmungsvoller Musik, gemeinsamem Singen und Musizieren haben. Die größte Herausforderung für alle Geflüchteten bestand im gemeinsamen Singen des Kanons »Hejo, spann den Wagen an«. Ihre aktuellen arabischen Lieblings-Popsongs spielten die Geflüchteten der Gruppe mit Hilfe ihrer Smartphones vor. Einige von ihnen tanzten spontan dazu, was die Stimmung weiter ansteigen ließ. Das Kennenlernen von verschiedenen Musikstilen und Sprachen wird so nebenbei ins Musizieren und Singen integriert.

Mitgetrommelt und gesungen haben auch Bettina Wiesner, Initiatorin des Begegnungs- cafés »OneNess« im Jukuz, und Jürgen Werner. Er ist in der Flüchtlingshilfe Karben aktiv und Vorsitzender des Trägervereins der Musikschule. Wenn beim nächsten Mal noch geflüchtete Frauen, Familien und Jugendliche aus Karben zum kostenlosen »Come together«-Kurs mit und ohne ihre Instrumente kommen, wäre dies perfekt.

»Come together« findet jeden Dienstag von 19 bis 21 Uhr in der Kulturscheune Karben, Brunnenstraße 2, statt. Bis Sommer steht das Angebot, das möglichst zu einer ganzjährigen Veranstaltung werden soll.

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