12. September 2017, 16:00 Uhr

Theater in Okarben

Zwischen Liebe und Leiche

Die Theatergruppe »Der Spiegel« von der SKG Okarben probt für seine rabenschwarze Komödie »Für die Familie kann man nichts«. Premiere ist am 27. Oktober.
12. September 2017, 16:00 Uhr
In Okarben laufen die Proben für die Komödie »Für die Familie kann man nichts«.

»Für die Familie kann man nichts« ist der Titel des neuen Stücks der Theatergruppe »Der Spiegel« von der SKG Okarben. Geschrieben hat die rabenschwarze Komödie in drei Akten Hans Schimmel. Bernd Pliquett, der Leiter der Theatergruppe, führt Regie. Die Theatergruppe hat eine lange Tradition. »Unsere Theatergruppe feiert in drei Jahren ihr 100-jähriges Bestehen«, kündigt Pressewart Peter Thilthorpe an. Seit Ende Februar laufen die Planungen, nach Ostern fingen die zwölf Darsteller, die in dieser Konstellation seit zehn Jahren spielen, mit den Proben an.

Alles in Eigenregie

»Wir machen alles in Eigenregie. Das beginnt mit der Auswahl des Stückes und der Darsteller, geht über den Auf- und Bühnenbildbau bis zum Catering mit Bistro-Atmosphäre«, sagt Thilthorpe. Zur Gruppe gehören 20 Laienschauspieler, die von vielen Helfern unterstützt werden. »Die Kostüme stammen aus dem Vereinsfundus oder dem eigenen Kleiderschrank der Schauspieler«, erzählt er. Alle Darsteller und Helfer kommen aus Okarben. Sie sind zwischen 14 und 75 Jahre alt. Lediglich die beiden Souffleusen wohnen wo anders. Souffleuse Helga Lenhardt ist Groß-Kärberin und ihre Kollegin Christa Kunkel Windeckerin.

 

Eine illustre Familie

 

Freuen dürfen sich die Komödien-Besucher auf ein spannendes wie unterhaltsames Stück. Friedhelm Beierle (Andreas Czuba) ist das »weiße Schaf« der Familie. Endlich hat er mit Doris (Claire Pliquett) seine Traumfrau gefunden, die allerdings seine Familie noch nicht kennengelernt hat. Diese lässt sich am besten mit dem Adjektiv »ungewöhnlich« beschreiben. Für Chaos sorgen Friedhelms Brüder Willi (Michael Neugebauer) und Hubbi (Carl-Bennet Bienstock).

Computerhacker Willi

Willi ist ein begnadeter Computerhacker, der zwischendurch auch mal für Wirbel sorgt, weil er vom Computer der Bundesregierung aus Rücktrittserklärungen verschickt. Hubbi ist ein nicht sehr begnadeter Erfinder mit einem Sprachfehler, der sich oftmals fatal auswirkt. Auch Schwester Hermine (Maria de Rosa) trägt ihren Teil dazu bei, dass die Beierles alles andere als eine heile Familie sind. Seit ihrem Indienurlaub scheut sie das Waschwasser, sowohl für ihre Kleidung als auch für sich selbst. Außerdem befragt sie vor jeder Entscheidung die Karten, die Sterne, den Kaffeesatz oder sonst etwas. Bei einer Séance versucht Hermine das Liebesleben ihrer Freundin Gundula (Annette Pliquett) vorauszusagen.

Komplettiert wird die Familie noch durch Gertrud Beierle (Nuska Fitzner), deren größte Leidenschaft das Essen ist. Das Ganze eskaliert, als Willi einen Job als Leichenwagenfahrer annimmt. Als er eine Panne hat, weigert sich die Werkstatt das Fahrzeug mit »Inhalt« zu reparieren. Kurzentschlossen lagert Willi die Leiche Albert (Alex Farr) in der gemeinsamen Wohnung der Beierles zwischen. Da dies Bruder Friedhelm auf keinen Fall erfahren soll, wird die Leiche zum »Leben« erweckt und das Chaos nimmt seinen Lauf.

Liebespaar mit im Spiel

Ob es mit dem Liebespaar Friedhelm und Doris klappt, was es mit der Verehrerin Traudel (Marie-Luise Bienstock), die keinen Alkohol trinken darf, und ihrem scheuen Schwarm Gerd (Wolf Fitzner) auf sich hat, wird nicht verraten.

In den Proben ermuntert Regisseur Pliquett Traudel, sich mehr an ihren Schwarm heranzuschmeißen, ihm stärker auf die Pelle zu rücken. Auch die Séance-Teilnehmer fordert er auf, ihre Gefühle beim Entdecken der Leiche stärker zu zeigen. Bis zur Generalprobe am 26. Oktober sind auch solche Kleinigkeiten behoben, wie die Schauspieler aus Erfahrung wissen.
 

Termine und Tickets

Aufgeführt wird die Komödie »Für die Familie kann man nichts« im Bürgerhaus Okarben jeweils um 20 Uhr am Freitag, 27., und Samstag, 28. Oktober, sowie Freitag, 3., und Samstag, 4. November. Wer freitags kommt, erhält ein Glas Sekt gratis. Karten gibt es in der Römer Apotheke, Saalburgstraße 2, Okarben. Die Tickets kosten für Erwachsene 10 Euro, an der Abendkasse 12 Euro, ermäßigte Karten sind für sechs und acht Euro (Abendkasse) erhältlich. Die Kinder- und Jugendtheatergruppe lädt am Samstag, 11., und Sonntag, 12. November, jeweils um 16 Uhr zum Zweiakter »Das Gespenst von Canterville« von Paul Menkhoff nach Oscar Wilde ein. Karten gibt es nur an der Tageskasse, Kinder zahlen einen Euro, Erwachsene vier. (cf)

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