04. April 2017, 20:28 Uhr

Zwitschernde Flöten und Celli

04. April 2017, 20:28 Uhr
Cellistin Marie Deller erklärt beim Mitmachkonzert den kleinen Gästen ihr Instrument. (Foto: cf)

Ruft der Kuckuck aus der Kirche und zwitschern die Vögel mit dem Läuten der Glocken um die Wette, dann sind Musiker im Gotteshaus unterwegs. Wie am Samstag, beim dritten und letzten Mitmachkonzert der Saison 2016/17 für Kinder in der Sankt-Michaelis-Kirche in Klein-Karben.

Auf den Kirchenbänken saßen mehr als 20 erwartungsvolle Grundschulkinder mit ihren jüngeren Geschwistern, Eltern oder Großeltern. Sie hörten aufmerksam zu, was ihnen die Musiker und Sänger berichteten und zeigten. Passend zur Jahreszeit lautete der Konzerttitel »Auszug«. Inhaltlich bezog sich das Konzert auf das am Abend folgende »Meine Seele hört im Sehen«-Konzert.

Moderiert wurde das Mitmachkonzert vom Musiker und Konzertpädagogen Andreas Küppers, der seit Oktober 2016 die Reihe »Musik in der Kirche« leitet. Gemeinsam mit Sopranistin Heike Heilmann, Flötistin Maria Kießig und Cellistin Marie Deller ging er mit den Kindern auf eine musikalische Entdeckungsreise durch den Frühling.

Fasziniert lauschte das junge Publikum den Tönen der verschiedenen Instrumente, sang die Liedtexte mit und musizierte mit Stimmen, Händen und Füßen. Instrumente wie Flöten, Cello und Cembalo liehen Vögeln, Wind, Blumen und Gräsern, raschelndem Laub, Sonne, Wolken, Regenbogen oder Wellen ihre Stimmen. Zum Repertoire gehörte Frühlingsmusik von berühmten Komponisten wie Georg Friedrich Händel, Bernardo Pasquini und Arcangelo Corelli.

Was ist ein Cembalo?

In einem Frage-und-Antwort-Spiel errieten die Kinder die Namen der Instrumente und erfuhren, wie diese gespielt werden. Beim Cembalo würden die Töne durch Zupfen erzeugt, beim Cello mit dem Streichen eines Bogens über die Saiten, bei der Flöte durch kräftiges Pusten und das Spiel der Finger. Ein Instrument, das fast alle Töne perfekt erzeuge, sei die Stimme. Mit ihr sangen die Kinder erst leise und dann immer lauter gemeinsam mit der Sopranistin Lieder wie »Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald«, gingen auf einen Waldspaziergang mit dem Stück »Tanzen im Frühling« oder lauschten einer Cellosonate.

Bei dieser standen alle Anwesenden auf, schüttelten die Müdigkeit aus den Gliedern, »aßen« schmatzend ein Stück Brot, »tranken« schlürfend heiße Schokolade, »zogen« sich auf einem Bein stehend ihre Schuhe und dann Kleider an. Danach »wärmten« sie sich mit Sport auf und imitierten mit Bewegungen das Läuten der Kirchenglocken.

Den Kindern machte das Mitmachkonzert sichtlich viel Spaß. Besonders die Jüngeren hielt es nicht lange auf den Bänken. Immer wieder liefen sie zum Altar, um den Musikern und der Sängerin ganz nahe zu sein. Alle anderen stellten sich oft im Mittelgang auf, um Platz beim Hochstrecken und Ausbreiten der Arme, beim Klatschen mit den Händen oder beim Stampfen mit den Füßen zu haben. Angeführt vom Cello sang die linke und rechte Bankreihe einen Kanon beim letzten Lied »Ich lieb’ den Frühling«.

Im Anschluss hatten alle Gelegenheit, sich die Instrumente anzusehen und auszuprobieren. Neben der kleinen Instrumentenkunde standen beim Mitmachkonzert differenziertes Hören und Musizieren live erleben im Mittelpunkt, wie Andreas Küppers betonte.

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