12. November 2008, 19:08 Uhr

Mäuse, Schweine und Katzen bevölkern das Heuson-Museum

Büdingen (geo). Im Heuson-Museum wimmelt es derzeit von Mäusen. Ein Kammerjäger ist allerdings nicht vonnöten. In Gesellschaft von Pinguinen, Schweinen, Katzen und Hunden tummeln sich die Mäuse auf Zeichnungen, in Vitrinen und als Accessoires. Die witzigen und teils grotesken Schöpfungen stammen von Deutschlands erfolgreichstem Zeichner: Uli Stein.
12. November 2008, 19:08 Uhr
Menage à trois: Bürgermeister Erich Spamer (l.) und Landrat Joachim Arnold mit »Pingi«.

Büdingen (geo). Im Heuson-Museum wimmelt es derzeit von Mäusen. Ein Kammerjäger ist allerdings nicht vonnöten. In Gesellschaft von Pinguinen, Schweinen, Katzen und Hunden tummeln sich die Mäuse auf Zeichnungen, in Vitrinen und als Accessoires. Die witzigen und teils grotesken Schöpfungen stammen von Deutschlands erfolgreichstem Zeichner: Uli Stein.

»Von Mäusen, Menschen und anderen Tieren« ist die Ausstellung mit 100 Cartoons und 22 Objekte betitelt, die Bürgermeister Erich Spamer jetzt im Beisein von Landrat Joachim Arnold eröffnet hat. Nach den Ausstellungen von Salvador Dali 2004, Marc Chagall 2005 und Ernst Barlach 2007 wurde auf Initiative des Grünen-Stadtverordneten Joachim Cott eine Schau initiiert, die die breite Bevölkerung ansprechen soll. Schulklassen und Kindergartengruppen sind ebenso erwünscht wie Familien.

Viel Vergnügen wird es Jutta Schindler auch dieses Mal - nach sehr erfolgreichen Führungen durch die Chagall- und die Barlachausstellungen - bereiten, über das Werk des vielseitigen Künstlers Uli Stein zu sprechen. Für die Führungen, die freitags und samstags um 18 Uhr beginnen, hat sie einige »Bonbons« ausgewählt. Lächelnd erzählte sie von der Geschichte des 20-Mark-Scheins. 1991 wurde die komplette Auflage eines von Stein entworfenen Schreibblocks geschreddert, weil sie dem Titelblatt eines 20-Mark-Scheins zu sehr ähnelte. Im Harley-Davidson-Emblem setzte Stein an Stelle des Weißkopfseeadlers eine Maus mit Käse ein. Die Mona Lisa kürte er zu einem gurkennasigen Vertreter der menschlichen Spezies und erinnerte auf seine Art an Andy Warhol. »Ebenfalls zu erwähnen sind Steins Briefmarkenserien«, sagt Schindler. Lächelnd zeigte sie die Editionen, die in der Schweiz und Österreich aufgelegt wurden, mit Golf spielenden Mäusen oder einer Schreibmaschine, die kein Papier, sondern durchlöcherten Käse einzieht. Ein symbolisches Bild für Steins eigene Schreibmaschine, die, drückte er ein o und ein e, immer ein Loch im Papier produzierte.

Die Ausstellung ist bis zum 10. Dezember im Heuson-Museum zu sehen. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 13 bis 19 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 19 Uhr. Individuelle Termine können unter Telefon 0 60 42/8 84-1 23 vereinbart werden.



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