13. März 2009, 20:40 Uhr

Beim Brand ist Qualm schlimmer als Feuer

Butzbach-Nieder-Weisel (sch). Gestern war der vierte bundesweite Rauchmeldertag. Und für den Evangelischen Kindergarten im Stadtteil ein bisschen wie Weihnachten: Bezirksschornsteinfegermeister Thomas Schaaf und die Weiseler Feuerwehr schenkten der Kita zwölf Rauchmelder. Der Freitag, der 13., der gemeinhin als Unglückstag gilt, sollte dadurch zum Glückstag werden.
13. März 2009, 20:40 Uhr
Starkes Team: Wehrführer Alexander Heinz und Schornsteinfeger Thomas Schaaf versorgen den Kindergarten mit lebensrettenden Rauchmeldern. (Foto: Kaufmann)

Butzbach-Nieder-Weisel (sch). Gestern war der vierte bundesweite Rauchmeldertag. Und für den Evangelischen Kindergarten im Stadtteil ein bisschen wie Weihnachten: Bezirksschornsteinfegermeister Thomas Schaaf und die Weiseler Feuerwehr schenkten der Kita zwölf Rauchmelder. Der Freitag, der 13., der gemeinhin als Unglückstag gilt, sollte dadurch zum Glückstag werden.

Bei der Installation des ersten Rauchmelders im Flur des Kindergartens fragte Schaaf die Kinder, wie Brände entstehen können und warum ein Rauchmelder so wichtig ist. Es zeigte sich, dass die Kinder sehr gut Bescheid wussten. Wehrführer Alexander Heinz führt das auf die Brandschutzerziehung zurück: »Wir besuchen Schulen und Kindergärten, das macht sich bemerkbar.«

Die Schornsteinfeger initiieren diese Aktionen gezielt, um das Thema Rauchmelder in die Öffentlichkeit zu tragen.

Schaaf beziffert die Kosten für die zwölf Melder auf 500 Euro und betont, dass ab 2015 in allen privaten Haushalten in Hessen Rauchmelder angebracht sein müssen. Rauchmelder sind, so Schaaf, eine »günstige Investition in die Sicherheit«: Für 5 Euro gibt es sie im Baumarkt, und schon für 25 Euro sind qualitativ hochwertige Geräte zu haben.

Denn die meisten Menschen - und jährlich sind das 600 in Deutschland - sterben bei Bränden nicht durch das Feuer selbst, sondern durch den Qualm. Und da viele Brände nachts ausbrechen, werden sie von den Menschen im Haus erst bemerkt, wenn es schon zu spät ist. Das verhindern die Rauchmelder mit ihrem schrillen Pfeifen.

Wenn die Nachrüstung in Kraft tritt, müssen mindestens im Schlafzimmer, Kinderzimmer und im Flur Rauchmelder installiert sein. Schaaf rät weiterhin dazu, sie auch in Wohnzimmer und Keller anzubringen. Küche und Bad hingegen sind rauchmelder-freie Zone.

»Man sollte sie immer möglichst in Zimmermitte und an geraden Decken befestigen, in der Nähe dürfen keine Lüftungsanlagen sein, das kann die Funktion beeinträchtigen«, erklärte Schaaf.

Die Antwort auf die Frage, in wie vielen Haushalten Rauchmelder existieren, fällt ernüchternd aus: »Etwa 10 Prozent.« Beim Kauf sei insbesondere zu beachten, dass das Produkt mit dem CE-Zeichen und der Angabe »EN 14604« gekennzeichnet sei. So könne man sichergehen, dass das Produkt in Europa tatsächlich verkauft werden dürfe.

Schornsteinfeger Schaaf und Wehrführer Heinz raten weiterhin, auf Plaketten der »Stiftung Warentest« oder »Vertrauen durch Sicherheit« (VdS) zu achten, dann könne man nichts falsch machen.

Auch sollten Rauchmelder einmal im Jahr auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden, und um sich häufige Batteriewechsel zu ersparen gibt es auch Rauchmelder mit Langzeitbatterien.

Weitere Informationen zum Thema Rauchmelder gibt es im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.rauchmelder-lebensretter.de" text="www.rauchmelder-lebensretter.de" class="more"%>.



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