17. Januar 2014, 18:23 Uhr

Wieder querstehende Laster, wieder lange Staus auf der A 5

Wetteraukreis (hed). Die A 5 kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Mega-Stau vom Dienstag knallte es am Freitag erneut – und zwar mehrfach.
17. Januar 2014, 18:23 Uhr
Ein mit einem Bagger beladener Anhänger hatte sich aufgeschaukelt und war umgekippt.

Am Morgen hatte sich nach einem Unfall im Berufsverkehr bereits ein 15-Kilometer-Stau zwischen Rosbach und dem Nordwestkreuz gebildet. Hier hatte ein 61 Jahre alter Lastwagenfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war auf ein Auto geprallt. Dessen 46 Jahre alter Fahrer wurde dabei schwer verletzt. Drei weitere Autos fuhren in die Trümmer.

Am Mittag traf es dann die Autofahrer in Richtung Norden. Zwischen Ober-Mörlen und Butzbach war aus bislang ungeklärter Ursache ein mit einem Bagger beladener Anhänger eines Lastwagens umgekippt. Er hatte sich aufgeschaukelt. Am Ende des daraufhin entstandenen Staus fuhren bei drei weiteren Unfällen mindestens fünf Lastwagen und drei Autos ineinander. Hier blieb es bei Blechschäden, verletzt wurde niemand.

Da aus dem Bagger eine größere Menge Hydrauliköl ausgelaufen war und hat sich auf 150 Metern und zwei Fahrspuren verteilt hatte, musste die A 5 mit Spezialgerät aus Frankfurt gereinigt werden. Auch die Feuerwehr Bad Nauheim war bis 16.30 Uhr im Einsatz. Mehrfach mussten alle Fahrbahnen gesperrt werden, die Autos stauten sich auf 20 Kilometern. Erst am Spätnachmittag entspannte sich die Lage. Der Schaden wird auf mindestens 50 000 Euro geschätzt.

In sozialen Netzwerken zeigten sich viele Pendler genervt von den täglichen Staus in dieser Woche. Einer schrieb vom »täglichen Wahnsinn« mit notorischen Linksfahrern oder Dränglern. Ein Friedberger gab an, er sehe zwischen Rosbach und Bad Homburg jeden Morgen Raser und Fahrer, »denen die Sicherheitsabstände mal völlig egal sind«. Eine Frau sprach sich für weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote für Lkw aus, ein anderer fragte (und antwortete sich selbst): »Was macht eigentlich das Projekt ›Staufreies Hessen 2015» der Landesregierung? Heiße Luft der Politik und sonst nichts.«

Dass er grundsätzlich mit dem Verkehrskonzept (befahrbarer Seitenstreifen, Kameraüberwachung, individuelle Hinweisschilder) auf der A 5 zufrieden sei, meinte ein Wetterauer im Netz. »Wenn man bedenkt, welche Massen hier täglich bewältigt werden müssen.« Andere gingen diesen Massen in den vergangenen Tagen trotzdem lieber aus dem Weg und gaben an, auf die Bahn umgestiegen zu sein.

Massenkarambolage auf A5: Verschluss in Hauptschlagader

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