20. Januar 2009, 20:16 Uhr

Aschenputtel, Büttenspaß und Kochbuchtanz zu Kräppel und Kaffee

Florstadt (nol). Einen hervorragenden Ruf hat sich der Florstädter Seniorenfasching erworben. Begeisterte Zuschauer, großartige Stimmung, ein vielseitiges Programm und die Überreichung des Bürgermeisterordens an verdiente Karnevalisten zeichneten auch heuer den Rentnerfasching aus. Von Rathauschef Herbert Unger ins Leben gerufen und von den drei Karneval treibenden Vereinen - »Niddageister«, »Sachsenhäuser« und die Landfrauen aus Nieder- Mockstadt - in Szene gesetzt, ist die Veranstaltung ein echtes Highlight im Veranstaltungsreigen der Stadt geworden.
20. Januar 2009, 20:16 Uhr

Den Bürgermeisterorden überreichte Rathauschef Herbert Unger (links) beim Seniorenfasching der Stadt an drei verdiente Fastnachter. Seine Laudatio hielt er in Versform. Freuen durfte sich zunächst eine »Fraa aus Muckscht«: Annelie Hausner (rechts) ist seit 1971 dabei und betreut stets mehrere Tanzgruppen. »Kein Fest, keine Veranstaltung ohne sie läuft in Stammheim ab, hält die Männer beim Baue und die Frauen beim Nähe auf Trab«, reimte er für Gudrun Stamm aus »Sachsenhausen«. Und Erich Jung aus der »Nieder-Fleeschter Geisterschaar« sei in den 33 Jahren seines Wirkens Jahr um Jahr dort, wo er gerade gebraucht werde. (Text und Foto: nol)

Florstadt (nol). Einen hervorragenden Ruf hat sich der Florstädter Seniorenfasching erworben. Begeisterte Zuschauer, großartige Stimmung, ein vielseitiges Programm und die Überreichung des Bürgermeisterordens an verdiente Karnevalisten zeichneten auch heuer den Rentnerfasching aus. Von Rathauschef Herbert Unger ins Leben gerufen und von den drei Karneval treibenden Vereinen - »Niddageister«, »Sachsenhäuser« und die Landfrauen aus Nieder- Mockstadt - in Szene gesetzt, ist die Veranstaltung ein echtes Highlight im Veranstaltungsreigen der Stadt geworden.

Musikalisch wurde die Veranstaltung von Manfred und Waldemar begleitet. Mit Schunkelliedern und karnevalistischen Ohrwürmern sorgten sie bereits im Vorfeld der Veranstaltung für ausgezeichnete Stimmung.

Der Einmarsch des Elferrates und der Gardemädchen kündigte den Beginn einer fast vierstündigen Sitzung an, die gespickt war mit Parodien und Sketchen, scharfzüngigen Reden sowie Liedern und Tänzen. Durch das Programm führten Margit Kwiatkowski (Sachsenhäuser), Christel Nicolai (Landfrauen) und Rudi Goll (Niddageister). Den Unterhaltungsreigen eröffneten die »Dream Girls« aus Florstadt mit einem fetzigen Gardetanz.

Humorvoll nahm Unger in seiner Begrüßungsrede den Rathaussturm, Sonja Kaufmann aus Nieder-Mockstadt begeisterte mit einem Dirndl-Medley.

Die Stimmung steigerte sich weiter beim Stammheimer Männerballett, das mit »Theo« (Choreographie von Gudrun Stamm) für wahre Begeisterungsstürme sorgte.

Jana Löffel und Tamara Kautz von den »Niddageistern« demonstrierten eindrucksvoll, dass die Vereine beste Nachwuchsarbeit leisten. Als Mutter und Tochter zogen sie alle Register ihres Könnens und wurden mit viel Applaus bedacht. Beim Gardetanz der »Young Explosions« aus Florstadt war staunen angesagt ob der Leichtigkeit und Grazie der jungen Damen.

Auf Kosten der Stadt gab’s dann in der Pause Kaffee und Kräppel für die etwa 400 Besucher, bevor die Musiker den zweiten Teil mit einer Schunkelrunde eröffneten.

Ein lustiger Sketch mit dem Titel »Aschenputtel« schloss sich an: Anke Carbow, Sylvia Stoppel (als schöner Prinz von Sachsenhausen, kleines Foto), Birgit Busse, Sandra Preis, Kathrin Drenske, Ute Tarant, Sabine Meub und Sybille Zinke-Luft interpretierten das Märchen auf ihre ganz speziellel Weise und heimsten tosenden Applaus ein.

Der »Kochbuchtanz« von Wilma Koch und ihrer Gruppe erinnerte an Omas Kochkünste - auch hier war eine Zugabe fällig.

Für die Geehrten völlig überraschend wurden anschließend Annelie Hausner, Gudrun Stamm und Erich Jung mit dem Bürgermeisterorden 2009 ausgezeichnet (siehe gesonderter Bericht).

Die Büttenrede von Klaus Peter Lehr und Karen Frohneberg alias Lisbeth und Mariesche entpuppte sich als brillanter Dialog zweier Tratschtanten. Krankheiten, Schwerhörigkeit, Wasserbett und Sexgeschichten kamen zur Sprache - die Senioren amüsierten sich köstlich.

Eine »Alkoholvergiftung«, von Mitgliedern der Landfrauen vortrefflich in Szene gesetzt, streifte nochmals auf humorvolle Art den Dorfklatsch über die Nachbarin. Glanzvoller Höhepunkt der Veranstaltung war freilich der Funkentanz von Pia Kautz. Das Funkenmariechen der »Niddageister« wirbelte über die Bühne und zeigte die hohe Kunst des Bühnentanzes.

Mit einem Dank an die Akteure, die Helfer vor und hinter den Kulissen und die Techniker - Ingo und Ernst Blaschke sowie Marcel Reuning - endete die Veranstaltung, an die die Besucher sicher noch lange schmunzelnd zurückdenken werden.



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