04. November 2010, 17:18 Uhr

Für Gnadenhof wird neue Leitung gesucht

Florstadt-Nieder-Mockstadt (bf). Einschneidende Veränderungen und Umstrukturierungen sowie langfristige Investitionen präsentierte der Tierschutzverein Frankfurt am Sonntag bei seinem ersten Herbstfest auf seinem Domizil für alte, gebrechliche und nicht mehr vermittelbare Tiere auf dem Nieder-Mockstädter Birkenhof.
04. November 2010, 17:18 Uhr
Neu sind diese überdachten Futterstellen für die Pferde und Ponys. (Fotos: bf)

Der Aussiedlerhof, der auch als »Gnadenhof« bekannt ist, wird seit Sommer nicht mehr unter der Regie der bisherigen Leiterin Dani Müller geführt. Die kommissarische Leitung hat inzwischen Liane Weber übernommen.

Angestellte und Helfer wie »Katzenschmuser« oder »Gassigeher« führten die Besucher umher und kümmerten sich ums leibliches Wohl. Walter Rotter, Vorsitzender des Tierschutzvereins Frankfurt mit 1600 Mitglieder, erläuterte, dass der Gnadenhof neuerdings direkt ihm als Vorsitzenden unterstehe und dass man viel Zeit und Geld in die Umgestaltung investiert habe. Die Veränderungen im Sommer mit der Leitungswechsel ließen den Verein, so Rotter, »weitere zwingende Maßnahmen umsetzen«. Das betraf die Versorgung der Tiere und die Bewirtschaftung des Gnadenhofs. Hier sind 162 Tiere untergebracht, denen man ein würdiges Lebensende ermöglichen will: 27 Enten, zwei Ponys, neun Gänse, zwölf Schafe, 13 Hühner, sechs Ziegen, zwölf Kaninchen, neuen Schweine, 47 Katzen, 18 Hunde und sieben Pferde.

Am Grundgedanken der letzten Heimstätte für gebrechliche und alte Tiere habe sich nichts geändert, betonte Rotter. Weiterhin erfolge die Betreuung vor Ort durch Mitarbeiter, die sich aus Hauptamtlichen, Teilzeitkräften und Ehrenamtlichen rekrutieren. Die Fütterung der Tiere habe man in Abstimmung mit dem Tierarzt angepasst, die Hygieneverhältnisse durch tägliche Desinfizierung der Hundezwinger verbessert und durch Neuanschaffungen das Leben der Tiere erleichtert. So bekamen die Pferde und Ponys neue Raufen (Futterstellen mit Dach), für die Ziegen und Schafe wurden Iglus als Nachtlager aufgestellt, und die Gänse sind in einer neuen Hütte untergebracht. Nicht mehr rechtzeitig zum Herbstfest wurde der neue Unterstand für die Pferdeweide angeliefert. Das soll in Kürze erfolgen. Außerdem wurden alle Gnadenhofbewohner tierärztlich gecheckt, um Vorerkrankungen zu dokumentieren. Und für die Schweine und die Kaninchen wurde artgerechtes Einstreu angeschafft, erklärte Rotter. Schlussendlich wurden Bäume und Sträucher zurückgeschnitten und das Wirtschaftshaus sowie das Hofgelände entrümpelt. Rotter: »So konnten wir das gesamte Areal von Unnötigem und Unbrauchbarem befreien.« Eine Tatsache, die vielen Besuchern auffiel. Auch weil man die Veränderungen anhand einer Bilderausstellung auf Stellwänden dokumentiert hatte.

Da Liane Weber den Gnadenhof nur kommissarisch leiten kann, läuft eine Ausschreibung für eine neue Hofleitung. Kenntnisse im Umgang mit Tieren, in der Bewirtschaftung des Hofes und Qualitäten in der Personalführung sind von Vorteil. Bei Interesse kann man den Tierschutzverein Frankfurt unter Telefon 0 69/42 30-05 und per E-Mail (info@tsv-frankfurt.de) erreichen.

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