26. Januar 2011, 17:52 Uhr

Historischer Pflasterweg soll erneuert werden

Florstadt-Stammheim (pdw). »Der bei den Stammheimern beliebte, historische Pflasterweg neben der evangelischen Kirche ist ein gutes Beispiel für die Kunst der Fleeschter Plästerer«, lobt Landrat Joachim Arnold. Der alte Zauber bekommt ein neues Gewand, denn aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen fließen 17 500 Euro in die Sanierung des alten Weges.
26. Januar 2011, 17:52 Uhr
Der historische Pflasterweg, eine beliebte Abkürzung in Stammheim, soll erneuert werden. Über einen Zuschuss des Landes freuen sich Bernd Seipel vom Bauamt, Landrat Joachim Arnold, Bürgermeister Herbert Unger und Jürgen Juschzak vom Arbeitskreis Dorferneuerung Stammheim (v. l.). (Foto: pdw)

Arnold übergab jetzt Bürgermeister Herbert Unger einen entsprechenden Zuwendungsbescheid über die Fördersumme.

Stammheim wurde 2003 nach Staden als zweiter Dorferneuerungsschwerpunkt der Stadt Florstadt aufgenommen. Der jetzige Zuschuss ist für einen Fußweg gedacht. Nicht irgendeinen Fußweg, sondern ein bei den Stammheimer Bürgern beliebter historischer Pflasterweg, der gerne als Abkürzung genutzt wird, verbindet er doch die Hanauer Straße mit der Straße »An der Kirche«. Zwar nagt an ihm der Zahn der Zeit, haben Setzungen, Verschiebungen und Lücken ihre Spuren hinterlassen, aber der alte Weg an der Kirche ist auch ein Symbol für altes Florstädter Pflasterhandwerk.

Nach dem Neuaufbau der historischen Treppe zum Friedhof als erster Maßnahme des Dorferneuerungsprozesses ist die Sanierung des historischen Pflasterweges eine gute Gelegenheit, die »Fleeschter Plästerer« auch heute noch zu ehren und zu würdigen, meinen Arnold und Unger.

Arbeitsumfang und Vorgaben hinsichtlich Ausschreibung und Vergabe haben dazu geführt, dass eine externe Fachfirma den Auftrag erhalten wird. Trotzdem nutzt die Stadt als anerkannter Ausbildungsbetrieb für Gärtner im Garten- und Landschaftsbau die Gelegenheit, ihren beiden Auszubildenden einen praxisnahen Anschauungsunterricht zu bieten. »Zwar steht der Umgang mit Naturbasalt heute nicht mehr auf dem täglichen Arbeitsprogramm, er genießt bei uns aber immernoch hohe Wertschätzung. Es ist quasi eine Pflicht für unsere Auszubildenden, dies auch heute noch zu erlernen«, so Bürgermeister Unger. Es freue ihn, dass die Lehrlinge schon öfter mit alten, echten »Fleeschter Plästerern« zusammen arbeiteten, zum Beispiel beim Landeswettbewerb »Ab in die Mitte«, und dabei viel über diese Florstädter Tradition und alte Techniken erfahren konnten.

Von den Projekten, die bislang gefördert wurden, hebt Arnold die beiden kulturellen Projekte »Gedenktafel für die Stammheimer Juden« und das damit verbundene »Buchprojekt Hedi Strauß« besonders hervor. Hierfür gab es eine Förderung von rund 4000 Euro. »Ein wichtiges Projekt, mit dem wir verhindern, dass Menschen, die bis zur Gewaltherrschaft der Nazis ein selbstverständlicher Teil der Stammheimer Bevölkerung waren, in Vergessenheit geraten.« Als weitere investive Projekte wurden mit rund 138 000 Euro die Schülerbetreuung, mit rund 26 300 Euro der Treffpunkt »Dorfplatz an der Waage« und mit 76 500 Euro die Restaurierung der historischen Friedhofstreppe gefördert.

Bisher wurden in Stammheim 20 private Bauvorhaben mit rund 220 000 Euro Zuschüssen gefördert. Das entspricht rund einem Viertel des dazugehörigen Investitionsvolumens von 960 000 Euro. Für 14 kommunale Projekte gab es einen Gesamtzuschuss von 310 000 Euro bei einem Investitionsvolumen von 500 000 Euro.

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