22. Juni 2011, 17:45 Uhr

Platz für Windkraftanlagen in Florstadt

Florstadt (dab). Während andere Kommunen sich mit Händen und Füßen gegen den Bau von Windkraftanlagen wehren, schlägt Florstadt selber Vorrangflächen auf kommunalem Gebiet vor.
22. Juni 2011, 17:45 Uhr
Die Windräder in Bruchenbrücken sorgen für Unmut, in Florstadt sind sie erwünscht. (Foto: pv)

Nach dem Willen der Stadtverordnetenversammlung soll der Planungsverband prüfen, ob der Rehberg bei Stammheim dafür geeignet ist.

Drei bis vier Anlagen könnten dort, an der Landesstraße Richtung Ilbenstadt, aufgestellt werden. Davon geht Ralf Eichelmann aus, der Vorsitzende des Ausschusses für Landwirtschaft und Umwelt, wo das Thema vor Abstimmung im Parlament behandelt worden war.

Die Stadt sollte einen weiteren Beitrag zur CO2-Reduzierung und auch zum Atomausstieg leisten, kündigte Eichelmann die Zustimmung der SPD-Fraktion an. Neben dem Bau von Fotovoltaik-Anlagen auf und der Dämmung von kommunalen Gebäuden gehöre der Bau von Windkraftanlagen dazu. Zusätzlicher Bedarf bestehe, weil die Kapazität am Honigberg zwischen Stammheim und Altenstadt-Rodenbach fast ausgenutzt sei. Dort stehen drei Anlagen.

Gudrun Neher sprach sich im Namen der Grünen-Fraktion für dezentrale Anlagen im Allgemeinen und für den avisierten Standort bei Stammheim im Speziellen aus. »Dadurch fördern wir kleine Energieunternehmen in der Region. Wir wollen keine großen Offshore-Anlagen.«

Einige Fragen hatte noch Reiner Wagner (CDU), etwa zur Standortauswahl - denn auch andere seien seiner Meinung nach geeignet. »Brauchen wir keine Ackerflächen mehr für die Ernährung?«, wollte der Landwirt außerdem wissen. Für viele Projekte - Umgehungsstraßen, Biogas- und Windkraft-Anlagen - müssten landwirtschaftliche Flächen weichen. Am Ende stimmte er aber - wie seine komplette Fraktion - für den Antrag.



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