21. Dezember 2012, 17:23 Uhr

600 Gäste bei Weihnachtsfeier der Wetterauer Werkstätten

Florstadt (bd). Das Nieder-Florstädter Bürgerhaus stieß fast an seine Grenzen: Rund 600 Besucher waren kürzlich zur Weihnachtsfeier der Wetterauer Werkstätten gekommen.
21. Dezember 2012, 17:23 Uhr
Die Arbeitsjubilare freuen sich über ihre Auszeichnungen. (Foto: Dörr)

Während nach und nach die Behinderten, ihre Eltern, Geschwister und rechtliche Betreuer aus dem ganzen westlichen Wetteraukreis herbeiströmten und erwartungsvoll Platz genommen hatten, sorgte die Hauskapelle »Querbeet« mit weihnachtlichen Weisen für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Neben Gesang, Rap und Theater standen auch Ehrungen auf dem Programm.

Der besondere Gruß von Reinhold Medebach, Geschäftsführer der Behindertenhilfe, galt zwei langjährigen Beschäftigten der »bhw«, die kurz vor dem Renteneintritt stehen und das Unternehmen in den zurückliegenden Jahrzehnten wesentlich mitgeprägt haben: die Betriebsratsvorsitzende Theresa Jaglarz und Gruppenleiter Wernfried Fürtig. Verabschiedet wurden auch Werkstattleiter Michael Berberich, der zur Zentrale nach Bad Salzhausen wechselt, und Heilerziehungspflegerin Christina Bahmann.

Peter Rubins »Kalenderlied«, gesungen von der blinden Evi Jung (»Kalender, Kalender, du bist ja schon so dünn, nun ist’s ja bis Weihnachten nicht mehr lange hin«), war die erste Darbietung, die von den Gästen laut gefeiert wurde. Dann begann der offizielle Teil auf der von zwei riesigen Nussknackern gesäumten Bühne. Die Begrüßung übernahmen der neue Werkstattleiter Andreas Grau und Abteilungsleiter Frank Heller.

Im Anschluss stellte sich der behinderte Mitarbeiter Marco Maul mitten auf der Bühne in Positur, um den Song »Draußen vor der Tür« zu rappen. Wie die Jahre zuvor steuerte sein Kollege Peter Klein ein Gedicht bei. Dieses Mal heimste er mit »Wünsche zur Weihnachtszeit« langanhaltenden Applaus ein. Das Gleiche galt für Steffen Hild’s Lied »Was wir alleine nicht schaffen«. Auch die Gruppe »Querbeet« sorgte für stimmungsvolle Weihnachtsmusik. Dabei kam das Oberhessische ebenfalls nicht zu kurz: »Babbe« und »Mamme« freuten sich auf die stillen Tage unterm Weihnachtsbaum. Dann verwandelte sich die Bühne in einen verschneiten Märchenwald, die Gäste konnten sich auf das Stück »Der kleine Weihnachtsmann« von Anu Stohner und Henrike Wilson freuen.

Letzter Akt war die Ehrung der Mitarbeiter. Für zehn Jahre wurden ausgezeichnet: René Gnadl, Christian Mariscal und Muuna Afrah. Seit 15 Jahren sind Tanja Sauer, Muhamed Hajrovic, Lars Klippert, Iris Gispert, Kai Hartenstein und Gerd Metzger in den Werkstätten beschäftigt. Seit 20 Jahren gehören dem Betrieb an: Patricia Weber, Gülten Kahveci, Marcus Doll und Tobias Marks. Auf 25 Jahre können Petra Becker, Volker Flack, Kai Uwe Jung und Martina Mittag zurückblicken. 30 Jahre sind Christine Witzenberger und Edith Eppler bereits Mitarbeiterinnen der Werkstätten. Helga Boller ist sogar seit 35 Jahren dabei. Berthold Kirchmann und Wilhelm Bitterling können bereits auf 40 Jahre zurückblicken. Ihnen allen galt der Dank von Geschäftsführer Reinhold Medebach und von Werkstattleiter Grau. Die Hauskapelle »Querbeet« spielte noch einmal einen lauten Tusch, bevor die Gäste endlich ihre Geschenke auspacken konnten.

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