21. Mai 2019, 14:00 Uhr

Ausverkauft!

1400 Musikfans feiern friedlich beim Erbstädter Festival »Rock den Acker«

Ausverkauft! Mit einer harmonische Atmosphäre, rockiger Musik und 1400 Gästen hat das zweitägige Festival »Rock den Acker« in Erbstadt gepunktet.
21. Mai 2019, 14:00 Uhr
Die Heavy-Metal-Band Deceiver aus Limburg heizt dem Publikum des Festivals »Rock den Acker« in Erbstadt mit hartem aber melodischen Gitarrensound ein. (Fotos: Lori)

Regional, bekannt und beliebt ist das zweitägige Festival auf dem Acker in Erbstadt. Hier kommen die Gäste miteinander ins Gespräch, wie Erster Stadtrat Rainer Vogel (Grüne), seine Ehefrau Silke und zwei Jungs aus Berlin, die bei den Vogels zu Besuch sind, bummeln die Besucher über den Platz und haben Spaß, mit Leuten ins Gespräch zu kommen.

Das Festival wird ehrenamtlich auf die Beine gestellt. Es wird immer bekannter und beliebter. Eigentlich ist der trockene Juni der Monat der Open-Air-Festivals. Jens Seifried und sein Organisations-Team hatten dieses Jahr auch im Mai Glück. Es nieselte nur wenig, bei angenehmen Temperaturen. Der Campingplatz war ausgebucht.

»Es spielen gute Bands. Die Atmosphäre ist toll. Es passt alles«, lobt Vogel. Damit das so ist, haben die 80 Helfer rund um Seifried ihr Möglichstes getan. »Es gibt einen Veranstaltungsservice und eine Sicherheitsfirma. An jedem Stand stehen eigene Helfer zur Verfügung, deren Einsatz im Dienstplan festgehalten ist. Zusätzlich gibt es Bereichsleiter«, sagt Seifried. Würden weitere Helfer gebraucht, würden sie über Funk informiert.

»Das Festival ist für mich das Schönste und alles was dazu gehört, die Geselligkeit, Musik und das Kennenlernen von neuen Leuten«, schwärmt Seifried. Wie alle Helfer vom Organisations-Team trägt er ein T-Shirt mit dem Logo des Festivals. Das zeigt in der Mitte einen Totenkopf und an den Seiten Schlagzeug und Gitarre.

Als »sehr, sehr mutige Geschichte« wertet Jürgen Reuling, Vorsitzender des Kulturbeirats Nidderau das Festival. »Die Organisatoren sind couragiert und engagiert, jung und dynamisch und mit viel Spaß dabei«, sagt er. Eine Veranstaltung dieser Art sei nicht im Handumdrehen umzusetzen, mittlerweile sei sie Teil der Nidderauer Kulturszene und eine gute Ergänzung zum Kulturprogramm. Eine Stunde nach Eröffnung füllt sich das Gelände zusehends. Conspiria, die erste Band des Abends zieht 300 Besucher mit der ungewöhnlichen Stilkombination aus epischem Hollywood-Sountrack und modernem Metal in ihren Bann. Tina und Steve Rath aus der Nähe von Siegen nutzten mit zwölf Freunden die Veranstaltung für ihren Junggesellenabschied. Acht Zelte haben sie auf dem Campingplatz aufgebaut.

»Das bot sich von der Location an. Mit 14 Leuten ein Hotelzimmer zu suchen, ist auch immer eine finanzielle Geschichte«, sagt Ideengeber Nikolai Dietrich. Die Rock-Hochzeit mit 140 Gästen und vier Bands werde im Juli in einer Halle im Wald gefeiert. Gemütlich, klein, und überschaubar sei das »Rock den Acker«-Gelände.

Nur einige Meter davon entfernt wohnen die Brüder Benjamin und Tobias Warlich. »Wir hören lieber Pop und Jazz, doch wenn in Erbstadt was los ist, sind wir da«, sagen sie und bestätigen, dass sich die Lautstärke in Grenzen halte.

Anne und Nico Schneider aus Hanau campten zum ersten Mal in Erbstadt. »Das ist genau unsere Musikrichtung. Ich wünschte mir ein derartiges Festival öfter im Jahr«, sagt Anne. Dominik aus Schotten hilft bereits im zweiten Jahr mit, »weil kleinen Bands die Möglichkeit gegeben wird, auf einer großen Bühne zu stehen«.

Ordnung muss sein

Der Müll werde getrennt, die Pfanddosen in einem separaten Behälter gesammelt. Gäste fragten nach, wo sie ihren Müll entsorgen könnten. »Einige Besucher bei Konzerten der Hip-Hop- und Rap-Szene sind nicht so einsichtig wie Rocker«, sagt Andy vom Sicherheitsdienst mit Blick zur Bühne, wo junge Männer und Frauen im Scheinwerferlicht tanzen. Er bestätigt, dass »Rock den Acker« sehr friedlich verlaufe.

Maurice Eder und Ines Schäfer stechen auf Wunsch kleinere Tattoos. Für eine gute Atmosphäre gibt es zu später Stunde Leuchtaccessoires zu kaufen. Auf dem Campingplatz haben sich einige Jugendliche versammelt. Sie spielen das Trinkspiel Flunkyball im Dämmerlicht mit zwei Teams. Klar, dass es am Samstag ein spannendes Flunkyball-Turnier das Festival ergänzte.

Derweil wechseln auf der Bühne die Bands und präsentieren den Gästen Rock vom Feinsten, live gespielt. Das Publikum hat die einzigartige Atmosphäre genossen und seinen Part mit Jubeln, Tanzen und Feiern zum Festival beigetragen.

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