19. Juli 2019, 19:26 Uhr

34 Lehrer starten durch

19. Juli 2019, 19:26 Uhr

Nach bestandenem Zweiten Staatsexamen sind am Studienseminar Friedberg 34 Lehrer im Vorbereitungsdienst verabschiedet worden. Diese werden zum neuen Schuljahr als neue Lehrerinnen und Lehrer an unterschiedlichen Schulen in der Region und darüber hinaus den erlernten Beruf ausüben. Einem Viertel der Absolventen ist es gelungen, das Staatsexamen mit der Note »sehr gut« abzuschließen.

Die Verabschiedung fand im Rahmen einer kleinen Feierstunde statt. In seiner Rede wandte sich Michael Pusch als Leiter des Studienseminars Friedbergs ein letztes Mal an die künftigen Lehrer. In diesem Zusammenhang ging er auf Besonderheiten ein, die den Beruf des Lehrers auszeichneten. Pusch wies darauf hin, dass unterschiedliche Interessengruppen, nämlich Eltern, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, ganz spezielle Erwartungen an die Schule im Allgemeinen und an die Lehrer im Besonderen herantragen würden, die sich in bestimmten Fällen widersprechen könnten. So wies er beispielsweise darauf hin, dass Lehrer einerseits unterrichten sollten, sodass alle Schüler die gleichen Chancen hätten, andererseits sollten Lehrer aber gleichzeitig jedem in der Klasse gerecht werden und die Individuen fördern. Pusch gab den kommenden Lehrern als Empfehlung mit auf den Weg, sich solche Widersprüche bewusst zu machen, um am Wollen und Sollen nicht innerlich zu zerreißen. Des Weiteren beleuchtete er die Tätigkeit des Lehrens aus verschiedenen Blickwinkeln und merkte an, dass lehren nicht dasselbe bedeute wie belehren.

Letztlich erinnerte er daran, dass Lehrersein bedeute, sich auf einem Feld zu bewegen, auf dem viele Akteure glaubten, Fachleute zu sein, ohne dass sie eine entsprechende Ausbildung hätten. Denn jeder Erwachsene habe eine mehr oder weniger beeindruckende Karriere als Schülerin oder Schüler hinter sich und Tausende von Stunden in der Schule verbracht. Allein aus dieser Tatsache, einhergehend mit den individuellen Erfahrungen sähen sich viele Eltern als Fachfrau oder Fachmann auf dem Gebiet des Erziehens und des Unterrichtens. Dieser Erfahrungshorizont, der vorhanden sei, aber einer klaren Begrenzung unterliege, könne zu einem herausfordernden Moment im Lehrerdasein werden.

Im Rahmen der Veranstaltung konnte der Rektor als Ausbildungsleiter und ETEP-Trainer, Denis Perzl, zudem fünf erfolgreichen Kursteilnehmerinnen das ETEP-Zertifikat überreichen. Die Abkürzung ETEP steht für »Entwicklungstherapie und Entwicklungspädagogik«. Das dahinterstehende Konzept besagt: »Jeder Mensch hat Stärken. Jedes Kind kann etwas.« ETEP ist eine spezielle Methode, die eigens für die pädagogische Arbeit und Unterstützung von Kindern mit dem Förderschwerpunkt emotional /soziale Entwicklung konzipiert worden ist.

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