23. November 2018, 18:57 Uhr

Alles, außer Langeweile

23. November 2018, 18:57 Uhr
Pop-Klassiker und Jazz-Variationen: Jürgen Schwab und seine Band bieten ein abwechslungsreiches Programm. (Foto: cf)

Schon bei den ersten Tönen von »Walking tall« sprang der Funke von der Bühne ins Publikum über. Mit dem Engagement von Jürgen Schwab und Band ist den elf Mitgliedern der Kultur-Initiative Karben kurz KiK Karben, erneut ein Volltreffer gelungen. Mit Leidenschaft und großer Spielfreude wischten die fünf hochkarätigen Musiker aus dem Rhein-Main-Gebiet mit ihrem abwechslungsreichen Programm »Alles ist möglich – außer Langeweile« im Handumdrehen dank ihrer Kunst getreu des Pablo-Picasso-Zitats »den Staub des Alltags von der Seele« ihrer Zuhörer.

Das Publikum war teils direkt vom Arbeitsplatz oder wie ein Karbener Ehepaar aus dem Urlaub in die Kulturscheune im Selzerbrunnen geeilt, um, wie eine Zuhörerin schwärmte, »diese Musik von vorzüglicher Qualität« zu hören und zu genießen. Nica Malasomma-Jelko begrüßte Publikum und Musiker im Namen der KiK Karben. Sie informierte in ihrer Begrüßung, dass Jürgen Schwab zu den immer wieder gern gesehenen Künstlern in Karben gehört.

Für den Musiker, Journalisten, Buchautor und Dozenten am Konservatorium in Frankfurt war es der vierte Auftritt in der Kulturscheune. »Jürgen Schwab war bereits zweimal als musikalischer Begleiter der Lesungen des 2013 verstorbenen legendären Konzertveranstalters Fritz Rau, einmal mit einem Solo-Programm als Singer-Songwriter, zu Gast. Heute hat er seine Band mitgebracht, die in dieser Formation selten zusammen spielt«, freute sich Nica Malasomma-Jelko. Begleitet wurde der Gitarrist und Sänger Jürgen Schwab von Saxofonist Peter Back, Kontrabassist Hanns Höhn, Schlagzeuger Andreas Neubauer und Christoph Aupperle am Vibrafon. Mitgebracht hatte das Quintett seinem Publikum in die südliche Wetterau einen inspirierenden Mix aus Jazz und Pop. Zum Repertoire gehörten Pop-Klassiker wie »No surprises« von der alternativen britischen Rockband Radiohead oder der 2009 vom »Spiegel« überschwänglich als »eine Offenbarung, eine Wegmarke der Popmusik« gelobte Song »Space oddity« von David Bowie. Aber auch die Freunde des Jazz kamen bei gefühlvollen Interpretationen wie dem Session-Gassenhauer unter den Jazzstandards »Softly as in a morning sunrise« oder dem Soundtrack zum Film »Walking tall« auf ihre Kosten.

Viel Applaus

Bei den Zuhörern in der fast voll besetzten Kulturscheune handelte es sich um ein sachverständiges Jazzpublikum. Das honorierte das aus swingendem Pop, groovendem Jazz, virtuosen Improvisationen und beseeltem Gesang bestehende Repertoire immer wieder mit Zwischen- und lang anhaltendem Schlussapplaus. Mit den Füßen wippend oder sich im Takt der Musik wiegend, ließen sich die Zuhörer von den spielfreudigen Musikern zu einer inspirierenden Reise in die Welt des Jazz und darüber hinaus entführen.

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