01. September 2017, 19:45 Uhr

Als Tischtennistrainer um die Welt

01. September 2017, 19:45 Uhr
Zehn Schläger hat Lukas Müller-Bestehorn (M.) als Geschenk zu den Cusco Open mitgebracht. (Foto: pv)

Neue Leute kennenlernen, die Welt bereisen und dem liebsten Hobby Tischtennis nachgehen. Diesen Wunschtraum erfüllt sich gerade Lukas Müller-Bestehorn. Der 24-jährige Ostheimer ist seit zwei Jahren als Spieler der zweiten Herrenmannschaft und Trainer bei der SG Bruchköbel sowie dem TV Windecken aktiv. Seit zwei Monaten reist der selbsternannte »Ping-Pong-Backpacker« nun um die Welt.

Nach einem Kurztrip nach Madrid machte er für zwei Monate halt in der Stadt Cusco, die sich in den peruanischen Anden befindet. Dort arbeitet er als Volunteer für das Projekt »Creating Champions Peru«, welches sich das Ziel gesetzt hat, jungen und sozialbenachteiligten Kindern ein Sportangebot zu bieten, sie aktiv zu fördern und auf das spätere Leben vorzubereiten. Im Vordergrund steht dabei die allgemeinsportliche Ausbildung, bei der mit Kindern zwischen vier und zehn Jahren an ihren koordinativen und motorischen Fähigkeiten gearbeitet wird.

Unterstützt wird er dabei durch den peruanischen Sportverband IPD, der ihm die Möglichkeit bietet, einen Einblick in den Tischtennissport in Peru zu bekommen. Neben der Unterstützung der dortigen Trainer und dem eigenen Training erfährt Müller-Bestehorn dabei viel über die Organisation und die Probleme mit denen der Tischtennissport in Südamerika zu kämpfen hat.

Da Fußball in Südamerika und in Peru die Sportart Nummer eins ist, erhält er von staatlicher und privater Seite die meisten Zuwendungen. Für Tischtennis bleibt nur sehr wenig Geld übrig. Zudem ist Tischtennis im Vergleich zu Fußball für die Menschen, die oftmals unterhalb der Armutsgrenze leben, ein sehr teurer Sport. Es werden Tischtennisschläger und -tische, Bälle und ein Raum zum Trainieren benötigt.

Da sich viele Familien keinen Tischtennisschläger leisten können, hat die SG Bruchköbel kurzerhand ein Schlägerset bestehend aus zehn Wettkampfschlägern nach Cusco geschickt, um den vielen motivierten Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Neben dem sozialen Engagement blieb dem Kreisligaakteur aber auch genügend Zeit, um die Anden und die Ruinenstadt Machu Picchu zu besichtigen. Abgerundet wurde das Abenteuer Peru mit der Teilnahme an den Cusco Open, bei denen sich Müller-Bestehorn den dritten Platz im Einzel und mit seiner Mannschaft erspielen konnte.

Der weitere Weg führt ihn für zwei Wochen durch Bolivien, um den Titicacasee und die Salzwüste zu besichtigen. Danach geht die Reise nach Brasilia. Dort unterstützt er die Academia FitPong de Tenis de Mesa durch sein Trainer Know-how.

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