04. Juni 2019, 17:00 Uhr

Volksbühne gerettet

Aufatmen in Friedberg: Vorhang auf für die neue Volksbühne

Die Zukunft der Friedberger Volksbühne ist gesichert. Bernd Baier hat das Ruder übernommen, damit ist das Aus für den Verein noch abgewendet worden. Hier gibt es Infos zu den Planungen.
04. Juni 2019, 17:00 Uhr
Neuer und alter Vorstand (v. l.): Bernd Baier, Susanne und Michael Keller, Ruth Müller, Marc Rohde, Sabine von zur Mühlen, Brigitta Hoth, Burghard Gold und Gisela Rausch.

Es geht weiter, der Vorhang wird sich auch in der nächsten Saison für die Theaterfreunde in der Stadthalle Friedberg öffnen: Bernd Baier ist von der Mitgliederversammlung der Volksbühne Friedberg zum neuen 1. Vorsitzenden und Nachfolger von Alt-Bürgermeister Michael Keller gewählt worden. Marc Rohde wird als Nachfolger von Susanne Keller neuer Geschäftsführer. Damit konnte die Auflösung dieser etablierten Kulturinstitution in letzter Minute abgewendet werden.

Baier und Rohde bringen beide fundierte Erfahrungen für ihre Ämter mit. Baier, der als Stadtrat für die Linken im Magistrat sitzt, ist seit mehr als 30 Jahren Leiter des Rechnungswesens in der Alten Oper Frankfurt und Inhaber des Ticket-Shops in Friedberg. Er hat über die Jahre selbst kleinere Veranstaltungen organisiert und engagiert sich im Theater Altes Hallenbad (aHa). Auch Marc Rohde engagiert sich von Anfang an beim aHa, war bei der Programmgestaltung dabei und organisierte als kulturbegeisterter Mensch selbst Künstlertourneen.

Der Clubraum der Stadthalle war mit fast 50 Mitgliedern bis auf den allerletzten Platz besetzt. Baier wurde von der Versammlung einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Schatzmeister Timo Blei bleibt im Amt. Aus dem Vorstand scheiden neben Michael Keller auch Brigitta Hoth und Sabine von zur Mühlen. Neue Schriftführerin ist Gisela Rausch, als Beisitzer wurden Susanne Steinhauer und Ruth Müller im Amt bestätigt und Burghard Gold neu gewählt. Revisoren sind H. Gail und Karl Buxmann.

Publikum bestimmt Programm mit

Für die Position des zweiten Vorsitzenden gibt es Interessenten; diese müssen aber erst Vereinsmitglied werden.

Als erste Amtshandlung stellte Baier den neuen Geschäftsführer vor. Zwar zieht Marc Rohde nach etlichen Jahren in Friedberg demnächst in seine alte Heimat Flensburg. Friedberg bleibt er dennoch verbunden, auch räumlich. Die administrativen Arbeiten will Rohde »im Flensburger Homeoffice mit Hafenblick« ausüben. Die Besetzung der Geschäftsstelle im Alten Rathaus will Baier mit ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern gewährleisten. Er werde aber mehrere Wochen im Jahr in Friedberg vor Ort sein, um die Veranstaltungen in der Stadthalle zu begleiten, Gespräche mit Sponsoren zu führen und in der Geschäftsstelle mitzuarbeiten. Durch den Wechsel bei der Programmplanung wird es ab 2020 eine Jahresplanung des Programms geben, also von Januar bis Dezember. Ende Dezember 2019 wird eine bereits geplante Veranstaltung stattfinden.

Rohde und Baier haben bereits im Vorfeld Kontakt zu Sponsoren und der Intendanz zweier hessischer Theater aufgenommen. Sie sind zuversichtlich, dass sich hieraus neue Impulse für den Verein ergeben. Die Programmplanung für die Saison 2019/2020 hat begonnen. An der Stückeauswahl soll künftig auch das Publikum beteiligt werden.

Bühnentechnik veraltet

Michael Keller erinnerte daran, dass die Volksbühne für ein hochkarätiges Theaterangebot stehe und das Bildungsangebot in der Stadt bereichere. »Dies war eine besonders schöne Aufgabe, und es zu organisieren, hat viel Freude bereitet.« Susanne Keller wies darauf hin, dass neue Abonnenten gefunden werden müssen. Um hochklassige Theaterproduktionen aufführen zu können, sollte auch mit der Stadt Friedberg über die Erneuerung der Bühnentechnik gesprochen werden. Baier dankte den Mitgliedern nach der Wahl für deren Vertrauen: »Ihr seid alle gefragt, an der wichtigen kulturellen Bildungsarbeit der Volksbühne für die Stadt Friedberg mitzuwirken.« (Foto: pv)

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